Kliestows Ortsbeirat möchte, dass das Begonnene zu Ende gebracht wird. Denn erste Abschnitte der alten Feldsteinmauer sind seit 2014 bereits erneuert worden. Die vier Pfeiler an den Toren und 5,50 Meter Mauer sind saniert. Ein Container neben dem Zugang zur Kirche zeugt davon, dass die Arbeiten weiter gehen sollen. „Für die nächsten fünf Meter Mauer ist der Auftrag schon vergeben“, weiß Gudrun Heinrich. Doch dann ist noch ein rund 20 Meter langer unsanierter Abschnitt übrig.
Für den habe der Ortsbeirat im Herbst, im Zuge der Haushaltsplanung der Stadt den Antrag gestellt, das Vorhaben ins Investitionsprogramm aufzunehmen. „Bis jetzt gibt es keine Antwort auf unser Schreiben“, sagt die Ortsvorsteherin.
Am deutlichsten sieht man den Verfall von der Innenseite der Mauer. Dort sind ganze Bereiche eingestürzt. Gudrun Heinrich verweist auf das Engagement der Kliestower für die Mauer-Sanierung: Nicht nur, dass der Ortsbeirat seine jährliche Investpauschale dafür eingesetzt hat. Es wurden auch Spenden gesammelt. Seit dem Aufruf vor fünf Jahren hätten die Kliestower rund 2500 Euro dafür gespendet, so Heinrich. Auch die Einnahmen aus Aktionen, wie dem Pflanzen- und Büchertauschtag im vorigen Jahr sind aufs Spendenkonto geflossen.
Doch die Summe reicht für die Sanierung des letzten Abschnitts nicht, weiß Heinrich. Sie sieht die Stadt in der Pflicht. „Was in Markendorf geht, sollte bei uns auch machbar sein“, sagt Heinrich mit Blick auf die angekündigte Reparatur der Feldsteinmauer am Markendorfer Park.
„Die Haushaltsdebatte in der Stadtverordnetenversammlung läuft noch“, sagt Stadtsprecher Uwe Meier auf Nachfrage. Und sichert eine baldige Antwort zu.