„Er hatte eine gewaltige Stimme und stand hinter jeder Sache, die er machte“, erinnerte sich Egbert Otto, Vorsitzender des Frankfurter Kunstvereins. Der Tod des Frankfurters, der im Jahre 2008 die nachwendisch aufgelöste Band für einige Zeit wieder zusammenbrachte, wie auch die Umstände seines Todes hätten ihn „sehr betroffen“ gemacht.
Video: Wahkonda bei "Stop-Rock" in den Achtzigern

„Ralf war ein guter Sänger und ebenso guter Schlagzeuger“, erzählte Ex-Musikschuldirektor Manfred Uhlmann. Er hätte seinen einstigen Schützling nie aus den Augen verloren und sich gefreut, „als er in den 90er-Jahren wieder ein Stück Boden unter den Füßen fand. DDR-Musiker hatten es in dieser Zeit ja besonders schwer.“

Wolfgang Flieder, Chef des Kabaretts „Oderhähne“, kannte Ralf Engel aus zahlreichen Begegnungen. „Er sorgte in unserem Keller zu manchem Anlass als Alleinunterhalter für gute Stimmung.“ Von Engels Tod erfuhr er am Telefon. „Ich war gerade beim Schreiben eines Manuskriptes – und nach der Nachricht wie gelähmt. Mir ist der Stift aus der Hand gefallen. Man ist bei so einem Ereignis hilflos, steht fast neben sich.“
In der Stadthalle und im Kulturhaus Völkerfreundschaft spielte in den 70er-Jahren Wahkonda in der Besetzung Ralf Engel (Gesang), Bernd „Ernie“ Lehmann (Gitarre, Gesang), Dieter Siebke (Bassgitarre, Gitarre, Gesang), Axel Hein (Schlagzeug, Gesang), Wilfried Brummack (Keyboard, Gesang) und Hans Georg „Hansi“ Alt (Bandleader, Bassgitarre, Keyboard). Mit Titeln wie „Ein Hauch von Zärtlichkeit“ und „Ich brauche Dich“ kletterte Wahkonda sogar in die DDR-Hitparaden. Jeden November versammeln sich die nun in die Jahre gekommenen Musiker in der Gaststätte Komet – zum Nostalgietreff. Ralf Engel wird nun fehlen.