Bei Temperaturen über 30 Grad war in diesen Tagen nicht nur der Badestrand am Hohenjesarschen See in Alt Zeschdorf gut gefüllt. Auch viele Menschen aus Frankfurt (Oder) zieht es an die Seen der Umgebung, weil die Strände am Helenesee gesperrt sind. Bei 20 Grad warmem Wasser macht die Abkühlung besonders Spaß. Dabei ist der kalendarische Sommeranfang erst am Montag (21. Juni). Jörg Kotterba fragte beim Frankfurter Meteorologen Hans-Joachim Knußmann nach, ob auch der Sommer 2021 ganz heiß wird.

Herr Knußmann, kommen wir in den nächsten Tagen ins Schwitzen?

Und ob! Im Laufe dieser Woche stellte sich über Brandenburg eine südliche Strömung am Rande eines Tiefs über den Ostatlantik mit hohem Druck über Osteuropa ein. Es wird zunehmend extrem warme Luft herangeführt.

Worauf müssen wir uns an diesem Wochenende gefasst machen?

Ab Freitag (18. Juni) erwartet uns viel Sonnenschein mit nur gelegentlichen Wolkenfeldern. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 32 und 37 Grad. In den Nächten sinkt das Thermometer nur knapp unter 20 Grad. Es weht ein schwacher bis mäßiger, südlicher bis südöstlicher Wind. Sonnabend können örtlich Wärmegewitter auftreten.

Wann erleben wir den Höhepunkt der Hitzewelle?

Der wird am Sonntag und Montag mit bis zu 38 Grad erwartet. Aber dann...

Aber dann?

Voraussichtlich Montagabend werden die Reste eines Tiefausläufers mit kühler Luft herangeführt. Im Grenzbereich zur kühlen Luft ziehen von West nach Ost kräftige Gewitter über Ostbrandenburg. Wir müssen örtlich mit Hagel, heftigen Windböen und Starkregen rechnen.

Wer ist für dieses Wetter-Chaos verantwortlich?

Verursacht wird diese außergewöhnliche Situation von einem Tief über der Nordsee und seine Ausläufer.

Und wie geht’s weiter?

Ab Dienstag wird kühlere Meeresluft herangeführt. Es wird wechselhafter. Wir müssen auch mit einzelnen Regenschauern, zum Teil auch mit Gewitter, rechnen. Zwischen den Schauern können wir uns aber auch über sonnige Abschnitte mit Temperaturen zwischen 23 und 28 Grad freuen.