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So bleibt es zum Glück bei Sachschäden, aber auch die haben es in sich. Insgesamt 15 Bäume reißt die Windhose, die während des Unwetters am Freitagabend über den Helenesee rast, um. Keine Bäumchen, sondern große, stattliche und bis dahin sehr standfeste Kiefern und Pappeln. Die meisten werden auf dem Zeltplatz entwurzelt - der,weil vielerorts die Ferien beendet sind, nur locker besiedelt ist. Und deshalb trifft keiner der Bäume ein Zelt oder gar Menschen. Lediglich ein einzelnes Wohnmobil wird leicht beschädigt. Und das Greenland-Festival, das gerade am Westufer gefeiert wird, bleibt komplett verschont.
Auch auf dem Sportplatz am Oststrand und auf den beiden Parkplätzen Ost und Mitte werden Bäume umgeworfen oder Baumkronen abgebrochen. Auf dem Parkplatz Ost fällt eine riesige Pappel um. Ein Blick auf deren Wurzelballen zeigt: Tiefe Bordsteine, die vor Jahrzehnten direkt neben dem noch jungen Baum gesetzt worden waren, hatten das freie Wurzelwachstum in alle Richtungen verhindert, so dass die Wurzeln dem Baum letztlich keinen wirklichen Halt bieten konnten.
Die Feuerwehr war am Freitagabend am Helenesee im Großeinsatz, hat gesplitterte Baumkronen gesichert. Ein Baumkletterer ist seit Sonnabend dabei, angebrochene Kronen und Äste zu entfernen. "Auf solche Fälle kann man sich nicht vorbereiten", betont Uwe Grack, "wir haben einen gesunden Baumbestand." Im Herbst werde es die nächste Baumbesichtigung geben. "Eventuell werden wir dann einige Bäume wegnehmen müssen", so der Betriebsleiter.
Umgestürzter Baumriese: Diese Pappel ist auf dem Parkplatz Ost von der Windhose entwurzelt worden.Foto: MOZ/Frank Groneberg
Unwetter richtet am Helenesee schwere Schäden an