Der 122 Seiten umfassende Bericht enthält Daten und Fakten aus den fünf Jahren von 2008 bis 2012. Demnach gab es 2012 im Vergleich mit dem Vorjahr einen Rückgang bei den Übernachtungsgästen um fast 2700. Optimistisch stimmt aber die langfristige Entwicklung, auch wenn es dort nur langsam vorangeht. So stieg die Zahl der in Frankfurt schlafenden Besucher von 2008 bis 2012 von 62 320 auf 69 367. Anlass zur Freude geben die aus dem Ausland anreisenden Übernachtungsgäste. Ihre Zahl stieg binnen eines Jahres von knapp 11 720 auf etwa 16 260, eine Steigerung um fast 40 Prozent. Wie wichtig ein nachhaltiges Tourismuskonzept ist - Oberbürgermeister Martin Wilke (parteilos) hatte dessen Fortschreibung zuletzt gestoppt, bis Oktober 2014 soll ein neues vorliegen - zeigt ein Blick auf die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Frankfurt-Besucher, die seit 2008 bei zwei Tagen stagniert.
Über den Tourismus hinaus präsentiert der Bericht in insgesamt 13 Themenfeldern, darunter Bildung, Kultur, Verkehr und Bevölkerung statistische Entwicklungen und Gegebenheiten der Stadt. Die demografische Entwicklung ist den jüngsten Zahlen zufolge weiterhin negativ. So hatte die Stadt von 2011 bis 2012 einen Bevölkerungsrückgang um 544 auf 58 700 Einwohner zu verkraften. Damit fiel der Einwohnerverlust stärker aus als im Vergleich 2011 zu 2010 (minus 372 Einwohner). Zum Stichtag 31. Dezember hatten im Jahr 2008 noch knapp 60 600 Menschen ihren Hauptwohnsitz in Frankfurt. Die Bevölkerungsdichte der Stadt nahm seit 2008 um zwölf Einwohner pro Quadratkilometer ab. Stadtteil mit den meisten Einwohnern war 2012 wie in den Vorjahren die Innenstadt. Hier lebten fast 16 300 Frankfurter. Bei den Ortsteilen lag Booßen mit knapp 1480 Einwohnern vorne. Über den meisten Zuwachs im Vergleich zu 2011 konnte sich Markendorf-Siedlung freuen. 2,7 Prozent mehr, das bedeutet einen immerhin kleinen Sprung von 411 auf 422 Einwohner.
Relativ konstant bleibt dem Bericht zufolge die Zahl der nach Frankfurt einpendelnden sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten. 2012 waren es 13 497, ein Jahr zuvor 13 945. Das war jeweils fast die Hälfte aller in Frankfurt beschäftigten Arbeitnehmer. 2009 fuhren 13 651 Menschen zur Arbeit nach Frankfurt. Auch bei den Auspendlern gab es kaum Veränderungen. Ihre Zahl sank im Vergleich mit 2011 um zehn auf 5935.
Angereichert wird der Bericht mit Grafiken, Fotos und Tabellen, um ihn so verständlich wie möglich zu machen.
Der Kommunalstatistische Jahres- und Demografiebericht 2013 kann auf der Stadtseite heruntergeladen werden: https://www.frankfurt-oder.de/stadt/WusstenSie/DatenFakten/Seiten/default.aspx