Mit einer effektiven Torausbeute traf nun endlich auch die Offensiv-Abteilung um Artur Aniol wieder und brachte den 1. FCF schon frühzeitig auf die Siegerstraße. Da waren gerade mal vier Minuten gespielt und schon - kaum zu glauben - hatte der 1. FCF nach einem Doppelpack durch Artur Aniol mit 2:0 die Nase vorn. Aniol - im Polnischen ein Engel.
Bereits in der Anfangsminute setzte sich der dribbelstarke Marcel Georgi über rechts durch und prüfte den nicht immer sicher wirkenden Babelsberger Schlussmann Zuch mit einem Schuss aus zehn Metern. Der konnte zur Ecke klären. Ein versuchter Schuss durch Mateusz Toporkiewicz wurde dann in der 2. Minute durch Aniol abgefälscht und landete unhaltbar für Zuch ins Netz. Der an diesem Tag fleißige Georgi bediente in der 4. Minute Aniol über rechts. Der lochte den Ball ins untere linke Eck zum 2:0 ein.
Die junge Babelsberger Reserve ließ sich von diesem frühzeitigen Rückstand aber wenig beeindrucken und gefiel durch das schnelle und sichere Kombinationsspiel. Mit einem klassischem Konter wurde in der 14. Minute folgerichtig die zu weit aufgerückte Defensivabteilung der Gäste und der herauslaufende Schlussmann Giese durch Dennis Knoblauch ausgespielt - 2:1 Anschlusstreffer.
Technisch sicher und immer in Bewegung war der Gastgeber stets gefährlich und konnte schlecht gestellt werden, da der 1. FCF zu oft weit weg vom Gegner stand und die Räume nicht schnell genug verengt wurden. Glücklicherweise wirkte Babelsberg vorm Strafraum oft zu harmlos, um das eine oder andere Tor zu erzielen. So waren zwingende Chancen beim Gastgeber Mangelware.
Anders die Gäste mit dem fleißigem Vorbereiter Georgi, der immer wieder über rechts bis zur Grundlinie schön durchspielte. So landete in der 22. Minute ein Rückpass beim Kapitän Fred Garling. Mit einem Sonntagsschuss aus 14 Metern landete das Leder unter die Querlatte - 3:1 für Frankfurt.
Nach einem Freistoß durch Richter in der 40. Minute sorgten die Andrich-Schützlinge schon vor der Halbzeitpause für klare Verhältnisse, weil Hildebrandt den Ball von der Grundlinie zu Georgi köpfte und dieser aus fünf Metern per Kopf zum 4:1-Halbzeitstand verlängerte.
Eine erste gute Halbzeit des 1. FCF folgte eine weniger gute zweite Hälfte, weil der Ball nicht mehr gespielt, sondern nur noch geschlagen wurde. Einmal musste 1. FCF-Schlussmann Giese aus Nahdistanz zur Ecke klären (56.). Sieben Minuten später brauchte er nicht mehr eingreifen, da ein 20-Meter-Schuss über dem Querbalken landete.
Auf der anderen Seite hatte Toporkiewicz zwei weitere Möglichkeiten (68./75.), vergab sie aber aussichtsreich.
So war es Georgi wieder vorbehalten, Tobias Fiebig über links einzusetzen (82.). Mit einem platzierten, aber nicht unhaltbarem 17-Meter-Schuss stellte er mit dem 5:1 das Endergebnis her.
Ein verdienter Sieg der Frankfurter, weil sie effektiver als der Gegner spielten und in der Offensiv-Abteilung die besseren Schützen hatten. Aber Trainer Frieder Andrich weiß: Trotz einer Leistungssteigerung gegenüber vergangenen Spielen muss an der Spritzigkeit und dem Spielfluss weiter gearbeitet werden.
Babelsberg 03 II: Zuch - Schmidt. J, Mazar, Cakmak, Kim (46. Raychouni), Bundschuh, Maaß, Herbst, Soine (46. Kinsky), Knoblauch, Kantak (65. Schmidt, A.) - Trainer: Matthias Stuck
1. FC Frankfurt: Giese - Hildebrandt, Jakuczak (71. Kemmesies), Richter, Georgi, Fiebig, Below (78. Jäckel), Garling (78. Sauer), Aniol, Huwe, Toporkiewicz - Trainer: Andrich/Schröder
Schiedsrichter: Stefan Richter (Lübbenau) - Zuschauer: 82