Die neun Mädchen und fünf Jungen trafen sich für das durch die EU geförderte Projekt seit Schuljahresbeginn jede Woche zur Ausbildungsstunde und zusätzlich - vom Unterricht freigestellt - einmal im Monat ganztags bei Jusev. Über den Träger der Jugendhilfe ist Sozialarbeiter Sebastian Teichmann seit 2009 an der Oberschule und leitete die Mediatoren mit Honorakraft Dina Ulrich erneut an. Konfliktlotsen auszubilden sei eine Reaktion auf viel Ärger hier vor Jahren, so Teichmann. Das sei besser geworden, setze die Schule doch bewusst auf das Motto "Mediation statt Strafe".
Gelernt haben die 14 Schüler ausgiebig, was ein Konflikt ist, wie man ihm sachlich begegnet und konstruktive Lösungen für beide Seiten findet. "Meist geht es um Freundschaften, aber auch um Stress zwischen Lehrern und Schülern", erklärt Teichmann.
Bestanden haben alle den Kurs und bekamen am Freitag ihre Zertifikate. Danach ging es bis Sonntag ins Jugendbildungszentrum nach Hirschluch, wo weiter gearbeitet wurde, aber auch Zeit für gruppenstärkende Spiele blieb. Das Projekt soll im neuen Schuljahr fortgeführt werden.