Ein bisschen aufgeregt waren Kita-Leiterin Corinna Moritz und ihr Team sowie der Kita-Förderverein vor dem Dienstag schon. Denn es stand der Besuch einer dreiköpfigen Kommission an, die endgültig darüber urteilen sollte, ob die Einrichtung als "Gesunde Kita" zertifiziert wird. Die Sorgen und Bedenken im Vorfeld waren umsonst: "Sie haben ein überzeugende Konzept. Die Basis ist absolut stimmig. Sie haben eine tolle Einrichtung und können stolz darauf sein", lautete das Urteil von Dr. Iris Schieck, Kommissionsvorsitzende und Fachreferentin für Gesundheitsförderung bei der Arbeitsgemeinschaft Gesundheit Berlin-Brandenburg. Die Arbeitsgemeinschaft nimmt die Zertifizierung vor.
Dass sich die Reichenwalder Kita den Mühen der Zertifizierung unterzogen hat, ist nicht nur der Tatsache geschuldet, dass sich bis 2013 alle Einrichtungen im Landkreis zertifizieren lassen sollen. "Für uns als Team war es auch wichtig zu wissen, wo wir stehen", so Corinna Moritz. Die Entscheidung, die Prüfung zur gesunden Kita zu absolvieren, war aus Sicht von Corinna Moritz naheliegend: "Das entspricht unserem Konzept."
Im Februar hatte das Verfahren begonnen. Hauptbestandteil war ein Katalog mit 80 Fragen. "Der Kriterienkatalog ist sehr umfangreich", erklärte Ines Schieck. Bewertet werden Gesundheitskonzepte, gesunde Ernährung, aber auch, wie die Eltern mit einbezogen werden. Am gestrigen Tage hatte sich die dreiköpfige Kommission, zu der auch zwei Erzieherinnen von zwei schon zertifizierten Kitas gehörten, selbst in der Einrichtung ein Bild davon gemacht, ob die Antworten in den Fragebogen auch mit der Realität übereinstimmen. "Ich bin ganz begeistert von dem Bau", sagte Gabriele Heißig, Erzieherin an der Kita in Rehfelde. Als eine Stärke sieht sie, dass es in Reichenwalde eine große Einheit zwischen Gemeinde, Amt, Kita, Eltern und Förderverein gibt. Mike Hemm, Vorsitzender des Fördervereins belegte das mit einer Zahl: "Mit 54 Kindern sind wir ausgelastet." Corinna Moitz ergänzte, dass es momentan sogar wieder eine Warteliste gibt. Mike Hemm, der auch Ortsvorsteher von Reichenwalde ist, erwähnte auch, dass sich Eltern beteiligen, wenn Hilfe benötigt werde. Bürgermeister Heinz Döbler lobte, die hohe Akzeptanz der Einrichtung im Ort.
Für die Reichenwalder Kita gilt es nun die Standards aufrechtzuerhalten und die wenigen Hinweise der Kommission umzusetzen. Spätestens in drei Jahren steht die Rezertifizierung an.