Quadfahren, Bogenschießen, Schatzsuche, Floßbau, Nachtwanderung - all das lässt die Herzen von Ferienkindern höher schlagen. Sven Golub kann ihnen all die Wünsche erfüllen. Seine Firma Kinderglück sorgt als Programmpartner seit gut fünf Jahren im Störitzland für spannende Beschäftigungsangebote. Und so strickt der 37-jährige Berliner Jahr für Jahr an immer neuen Konzepten, die sowohl pädagogisch wertvoll sind als auch einen großen Spaßfaktor haben.
So reichen die Möglichkeiten im Störitzland vom Basteln über diverse sportliche Aktivitäten bis hin zu mehrtägigen Projekten. Letztere sind auch als Ferienlager bei "Kinderglück" im Angebot und können selbst für die heute beginnenden Sommerferien noch gebucht werden. "Wir sind schon gut ausgelastet, aber ein Platz findet sich immer."
Woche für Woche gibt es ein anderes thematisches Ferienlager im Störitzland. Da ist zum Beispiel das Kids Power Camp, bei dem es um Teambildung, Übernachten im Freien in selbst gebauten Hütten, also um Erlebnispädagogik, geht. Ebenso beliebt sind die Piratenferien, das Skater-Camp sowie American Sports. Auf Mädchen wartet Fun und Wellness - ein Angebot, bei dem Sven Golub auf weibliche Betreuer, die als Saisonkräfte arbeiten und alle, wie auch ihre männlichen Kollegen, pädagogsich geschult sind. "Den Sportteil übernehme ich, das andere ist Frauensache."
"Wir sind auf alle Fälle mehr als Animateure", sagt der ausgebildete Erzieher, der ursprünglich aus der offenen Jugendarbeit kommt. "Die Kinder sollen was mit nach Hause nehmen." Seine Erfahrung zeigt, dass Kinder im Ferienlager komplett anders sind als im gewohnten Umfeld. "Sie müssen mal ausbrechen dürfen, allerdings wieder eingefangen und auf den Weg gebracht werden", lautet sein Credo. Er rufe deshalb nicht bei jedem kleinen Ausraster die Eltern an. "Die sollen ja auch zur Ruhe kommen." Wenn Kinder zu Hause nur vor dem Fernseher sitzen, seien sie antriebslos und müssten erst wieder motiviert werden. Andere sprühen nur so vor Tatendrang. "Nicht die Generationen der Kinder ändern sich, sondern die Gesellschaft. Und die Kinder sind das Spiegelbild."
Sein aktuelles Lieblingscamp ist allerdings etwas weiter entfernt angesiedelt, an der polnischen Ostsee. Dorthin fährt er mit den Mädchen und Jungen zum Surfen. "Dabei lässt sich so schön die Entwicklung eines jeden sehen. Erst bekommen sie kein Segel hoch und am Ende klappt es mit dem Surfen."
Im Störitzland mag Sven Golub das ganz simple Angebot Spiel und Spaß. "Da können wir alles machen, was den Kindern gefällt. Sie entscheiden." Dabei könne es schon mal vorkommen, dass sie eine Woche lang nur Becher stapeln üben wollen. Aber selbst da gebe es ja Varianten, und diese ins Spiel zu bringen, sei dann sein Anteil. "Bei den Programmen, bei denen sich die Kinder für Angebote selbst einschreiben, sieht man gnadenlos, was ankommt und was nicht." Und das wiederum werde beim Planen berücksichtigt.