Er zeigt eine mehr als mannshohe zierliche Frau, die er aus dem Stamm eines Pflaumenbaums erschaffen hat, aber auch kleine Engel und Weidentiere, die er in ein Regal sortiert hat: Steffen Böttger aus Fürstenwalde stellt ab Sonnabend in der Galerie im Bad Saarower Bahnhof seine umfangreiche Auswahl seiner Skulpturen aus. Für seine Figuren verwendet er fast immer das Holz von Obstbäumen. „Es strahlt am meisten Farbe, Freude, Wärme und Kraft aus“, sagt er. Außerdem hätten Obsthölzer eine schöne Maserung, und sie ließen sich gut schleifen. Böttger arbeitet dabei sowohl mit Maschinen als auch per Hand. Holz sei voller Leben, so Böttger, und daher das schönste und beste Material, um es künstlerisch zu bearbeiten. Eine Skulptur sticht mit einer Besonderheit heraus unter den vielen: Ein Stier, dessen Beine und Hörner nicht aus Holz sind, sondern aus Metall, dünn und zierlich. „Vorbild dafür war eine Zeichnung von Picasso“, erläutert Böttger.

Werke im öffentlichen Raum

Bekannt ist der Künstler vor allem durch seine Werke im öffentlichen Raum. Der Ammonit vor dem Fürstenwalder Museum, Holz in Steinoptik, stammt von ihm, ebenso das Ludwig-Leichhardt-Denkmal in Trebatsch. Aus der ehemaligen Dorfeiche von Glienicke schuf Böttger die Skulptur „Herbst des Lebens“, die jetzt auf dem Glienicker Friedhof zu sehen ist.
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Berlin

Wegen der Pandemie findet keine Vernissage statt. Geöffnet ist die Galerie mittwochs sowie freitags bis sonntags von 14 bis 17 Uhr.