Der Wassertropfen Fridolin liegt im Meer, ihm scheint die Sonne auf den Bauch, und dadurch lernt er fliegen. Verpackt in ein Lied ist das ein Beispiel, wie die Kinder der Kita Heinzelmann in Fürstenwalde spielerisch das Verdampfen von Wasser erklärt bekommen. In der Einrichtung ist frühkindliche Bildung in den MINT-Bereichen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) Alltag. Nun folgte dafür die offizielle Zertifizierung der Betriebskita der Hawle Guss GmbH als „Haus der kleinen Forscher“ durch die IHK Ostbrandenburg.
Thomas Kühne, Leiter des IHK-Regionalcenters Berliner Umland, überreichte am Donnerstagvormittag eine Plakette und ein Zertifikat. „Wir finden das gut, wenn Kinder frühzeitig an naturwissenschaftliche Themen herangeführt werden“, sagte er am Rande der Auszeichnung. Die Zertifizierung wird für zwei Jahre verliehen. In Ostbrandenburg sind mehr als 80 Kitas bereits kleine Forschungs-Häuser.

Kinder bestimmen Themen durch eigene Beobachtungen

Sabrina Achtenhagen, Mitarbeiterin der Kita, nahm den Bewerbungsprozess in die Hand. „Ich kannte die Initiative bereits aus einer anderen Kita“, sagt sie. Regelmäßig bildet sie sich im MINT-Bereich fort, um Phänomene mit den Kindern zu erforschen. Das Besondere sei, dass die Kinder selbst die Themen bestimmten – je nachdem, was sie im Alltag beobachten. Sei es Laub oder das Wetter, die Mädchen und Jungen führen kleine Experimente durch, basteln oder lernen eben Lieder zu den Themen.
Das geplante zusätzliche Lichterfest, bei dem die Wirkung von Schwarzlicht und UV-Lampen erforscht werden sollte, musste wegen Corona ausfallen.