Zwischen den Autobahn-Anschlussstellen Fürstenwalde-West und -Ost geht es bis zum 5. Juli mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h für den Fahrzeugverkehr langsamer voran. Grund sind zwei Baustellen an den sogenannten Kragarmen, an denen große Hinweisschilder auf die jeweiligen Abfahrten hinwiesen.

Neue Leitplanken

"Es gibt neue Richtlinien für Fahrzeugrückhaltesysteme, die jetzt auf der A12 nach und nach umgesetzt werden", sagt Stefan Eichenauer, Leiter der Autobahnmeisterei Fürstenwalde, die für den Abschnitt der A 12 von Friedersdorf bis zur Bundesgrenze zuständig ist. Nicht überall werden die Schutzplanken erneuert.  Die alten Fahrzeugrückhaltesysteme haben noch Bestandschutz, bis Fahrbahnen grundhaft ausgebaut werden. Nur an Gefahrenstellen werden sie durch neue, stabilere ersetzt. Solche Gefahrenstellen sind Kragarme. Kracht beim Unfall ein Fahrzeug gegen das Bauwerk, könnte es auf die Fahrbahn fallen und eine Massenkarambolage auslösen.
Um das zu verhindern, haben Mitarbeiter der Firma Verkehrsleitsysteme Ehlert  neben der Fahrbahn unter dem Kragarm in Richtung Bundesgrenze eine 12 Meter lange und 1,10 Meter breite Grube für das Fundament, in dem die neuen Leitplankenpfosten eingesetzt werden sollen, ausgehoben. "Normalerweise werden diese in den Erdboden gerammt. Nur wenn schon ein Fundament, in diesem Fall vom vorhandenen Kragarm, oder Kabel und Rohre im Boden liegen, sind die Arbeiten aufwendiger", erläutert Kolonnenführer Mathias Thiele. Heute soll der Beton angeliefert werden. Dieser muss dann einige Tage aushärten, bevor die Arbeiten weitergehen können. Deshalb dauert die Verkehrsbeeinträchtigung in diesem Bereich voraussichtlich bis Anfang Juli.
Weiterer Handlungsbedarf in Sachen Sicherheit besteht an der Abfahrt zur  Rastanlage Biegener Hellen in Fahrtrichtung Frankfurt (Oder).  In der scharfen Rechtskurve haben die Schutzplanken auf der rechten Seite eine Öffnung. "Es ist schon passiert, dass ein Fahrzeug wegen überhöhter Geschwindigkeit von der Kurve abkam, durch die Öffnung rauschte und gegen das Werbeschild der Shell-Tankstelle gekracht ist", erzählt der Autobahnmeister. Aus diesem Grund ist auch in dem Bereich eine Geschwindigkeitsbegrenzung von 80 km/h – was einige Autofahrer ärgert und zu Beschwerden bei der Autobahnmeisterei animiert. "Man sieht natürlich den Grund nicht, aber die Stelle ist sehr gefährlich", sagt Stefan Eichenauer. Zur Gefahrenabwehr soll Anfang Juni an dieser brisanten Stelle ein sogenannter Anpralldämpfer installiert werden. Die beiden Schutzplanken werden zusammen geführt. Es entsteht eine Trenninselspitze mit mehreren Rohrsegmenten, die im Falle eines Unfalls den Aufprall des Fahrzeugs abfedern sollen. "Das ist dann der erste Anpralldämpfer auf der A12", sagt Eichenauer.

Montage unter Vollsperrung

Für die Zeit der Arbeiten wird die Rastanlage samt Tankstelle vom 8. Juni morgens um 7 Uhr bis voraussichtlich 10. Juni gesperrt sein. Die Errichtung des Anpralldämpfers ist ausschließlich unter Vollsperrung möglich, da dieser unmittelbar neben der Zufahrt montiert wird, teilt dar Landesbetrieb Straßenwesen mit.  Der Verkehr auf der Autobahn wird in diesem Zeitraum zweistreifig, aber mit reduzierter Geschwindigkeit, vorbeigeführt. Nach Beendigung der Arbeiten darf man auf der Strecke 120 km/h fahren.