Nächtlicher Frost hat die Tannen – Blaufichte, Nordmann und Serbische Fichte – auf der weitläufigen Plantage  mit Raureif weiß gezuckert. "Da kommt schon festliche Stimmung auf", sagt Doreen Krause, Mitarbeiterin in der Forstbaumschule, die auf einer Fläche von 15 Hektar künftige Weihnachtsbäume angepflanzt hat. Zwei Hektar werden in diesem Jahr fürs Schlagen freigegeben.  Schon vor dem 1. Advent sind die ersten Interessenten gekommen und haben sich ihren Traumbaum aus vielen ausgewählt und dann selbst geschlagen. Das ideale Werkzeug dafür sind Axt oder Bügelsäge. "Es sind schon Leute mit Kettensägen angerückt. Das ist aber völlig unnötig" , sagt Betriebsleiterin Margrit Pöge.
In Reih und Glied stehen  dreijährige Nordmanntannen auf dem Acker, die noch sechs bis acht Jahre Wachstum benötigen, bis sie als Weihnachtsbäume erntereif sind. Blautannen und Serbische Fichten bringen es schneller zu einer stattlichen Größe. "Nordmanntannen sind die Beliebtesten", sagt die Chefin und zeigt auf ein ganz besonderes Exemplar, das alle anderen Bäume auf dem Acker um etliche Meter überragt. "Diese Nordmanntanne ist 20 Jahre alt und wird zum 20-jährigen Jubiläum des Weihnachtsmarktes unsere Halle zieren", erzählt Pöge.
Aufforsten im Wald
Bis es soweit ist, muss die große Lagerhalle, in der zurzeit noch Hunderttausende Pflanzen –  hauptsächlich zum Aufforsten in Brandenburger Wäldern benötigt – gereinigt und weihnachtlich herausgeputzt werden. Mit den nackten Wurzeln werden die Pflanzen per Traktor vom Feld zur Lagerhalle transportiert. Dort landen die Bunde auf Holztische, werden Stück für Stück gesichtet, nach Größe sortiert, verpackt und mit Feuchtigkeit versorgt.
Für die Tempelberger Baumschule ist – solange der Boden noch nicht gefroren ist – Hauptpflanzzeit in den Wäldern. Während ein Trupp von Mitarbeitern diese Aufgabe weiter erfüllt, kümmern sich die anderen Zwanzig um die Vorbereitungen für die traditionellen Weihnachtsmärkte am 2. und 3. Adventswochende, von 9 bis 16 Uhr, auf dem Betriebsgelände. In der festlich geschmückten Lagerhalle wird es neben der geschmückten Nordmanntanne zum Beispiel eine Kuschelecke mit Schaukelpferd und Leselektüre für die Kleinen geben. Eine Bastelstraße lädt zum Verweilen ein. Auch Handwerkliches  wie Kettensägeschnitzerei, Spinnen und Töpfern können bestaunt und gekauft werden. Am 14./15.Dezember werden  Wildspezialitäten angeboten.

Weitere Angebote zum Selberschlagen


Der Stadtforst Fürstenwalde lädt am 15. Dezember von 10 bis 13 Uhr zum traditionellen Weihnachtsbaumschlagen im Wald zwischen Spreenhagen und Mönchwinkel ein. Im Angebot sind Kiefern und einige Blautannen. Wer einen Spaten mitbringt, kann den Baum auch ausbuddeln. Zur Stärkung gibt es Glühwein, Stollen und Gegrilltes.

Kiefern zum Selberschlagen gibt es auch am 14. Dezember , 9 bis 13 Uhr, von der Landeswaldoberförsterei Hangelsberg im Herzfelder Heuweg in Grünheide.

Bei der Fischerei Lupe im Wald bei Kagel können am 3. Adventswochenende , 10 bis 15 Uhr Nordmanntannen und Kiefern fürs Fest geschlagen werden. Kurz vor dem Termin werden Wegweiser aufgehängt.

Die Baumschule Lürssen in Tempelberg bietet durchgängig bis 23. Dezember, 9 bis 16 Uhr, die Möglichkeit, sich seinen Weihnachtsbaum frisch von der Plantage selbst zu schlagen. Am 2. und 3. Adventswochenende 9 bis 16 Uhr, gibt es dazu einen gemütlichen Weihnachtsmarkt. bw