Im Stadtforst Fürstenwalde wird der Brandschutz vorangetrieben: Drei neue Löschwasserbrunnen sind gebohrt, die entsprechenden Hinweisschilder für die Einsatzkräfte der Feuerwehr hängen und in diesem Monat beginnt der Ausbau eines 1,8 Kilometer langen Stücks Waldweg. „Ende des Jahres soll alles fertig sein“, sagt Stadtforstdirektor Thomas Weber. Rund 70.400 Euro koste die Maßnahme, wobei gut 54.000 Euro Fördergeld sind. Davon soll die huckelige Sandpiste auf dreieinhalb Metern Breite ausgebaut werden. „Die Tragschicht wird aus Betonrecycling hergestellt, die Deckschicht aus Natursteinschotter“, erklärt Weber.

Von Große Tränke bis Mönchwinkel

Das neue Wegstück wird eine Lücke schließen. Ist es fertig, verfügt der Stadtforst über einen gut ausgebauten Brandschutzweg von der Großen Tränke bis nach Mönchwinkel. Am liebsten wäre es Weber natürlich, wenn die Feuerwehr den Weg nie nutzen müsste – doch ganz aus der Luft gegriffen ist die Waldbrandgefahr nicht. „Vor zwei Jahren hatten wir hier einen Blitzschlag, der einen Waldbrand ausgelöst hat“, erinnert der Stadtforstdirektor. Die einstige Brandfläche liege direkt an dem auszubauenden Abschnitt.
Zuletzt waren die Baufahrzeuge 2019 im Stadtforst angerückt. Damals hatte die Untere Naturschutzbehörde die „Eingriffsgenehmigung“ zunächst nicht erteilt, weil die Arbeiten als „erheblicher und nachhaltiger Eingriff in Natur und Landschaft“ des Landschaftsschutzgebietes gewertet wurden. Später erging die Genehmigung doch.
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