Das Helios-Klinikum Bad Saarow nimmt ab Montag wieder sukzessive seinen Betrieb auf. Das hat das Krankenhaus am späten Freitagnachmittag mitgeteilt. Der Landkreis Oder-Spree habe nach Prüfung eines vom Klinikum vorgelegten Konzepts den Aufnahme- und Verlege-Stopp schrittweise aufgehoben. Im ersten Schritt werde am Montag die Versorgung von Notfällen aufgenommen, ebenso seien ab Montag akut dringliche Behandlungen und Entbindungen möglich.

Wegen Corona vorübergehend geschlossen

Das Klinikum war am 3. Oktober wegen eines Corona-Ausbruchs vorübergehend geschlossen worden. „Wir sind erleichtert, dass es nun in kleinen Schritten wieder mit dem Klinikbetrieb losgehen wird. Das ist besonders wichtig für unsere Patientinnen und Patienten, die wir jetzt zwei Wochen lang in unserem Haus nicht versorgen konnten“, erklärte Klinikgeschäftsführerin Carmen Bier.
Ab Montag ist die Zentrale Notaufnahme wieder rund um die Uhr geöffnet, auch Geburten sind dann wieder möglich. Der zweite Schritt folge am Mittwoch, so das Klinikum in seiner Mitteilung. Aufgeschobene, aber dringliche Versorgungen seien dann wieder möglich.
Die Einteilung der Dringlichkeit erfolge nach den Empfehlungen der Fachgesellschaften der Kliniken. In Anpassung an die aktuelle Entwicklung der Pandemie sei dann eine schrittweise Erweiterung der Behandlungen bis hin zu elektiven Versorgungen geplant. Unter diesem Begriff versteht man planbare Eingriffe – zum Beispiel eine Knieoperation.

Trennung der Patientenströme

„Bis wir wieder zu einem ,normalen‘ Klinikalltag zurückkehren können, wie wir ihn noch Anfang des Jahres vor der Corona-Pandemie hatten, wird es dauern, denn auch unser Klinikum bleibt weiterhin in Bereiche für SARS-CoV-2-Behandlungsfälle, SARS-CoV-2-Verdachtsfälle und Nicht-Covid-Fälle geteilt“, erläuterte der Ärztliche Direktor, Dr. Jens Osel. „Die Trennung der „Patientenströme“ beginne bereits in einem vor der Zentralen Notaufnahme befindlichen Testzentrum.

Besucherstopp bleibt bestehen

Bei jedem stationär aufzunehmenden Patienten werde eine Testung auf das SARS-CoV-2-Virus gemacht oder ein aktueller Testnachweis, der nicht älter als 48 Stunden sein darf, geprüft. Die Hygiene- und Isolierungsmaßnahmen entsprächen den gesetzlichen Vorgaben und aktuellen Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts sowie der Maßgabe des Landes. „Sie gehen teilweise darüber hinaus“, fügte Dr. Osel hinzu.
Der Besucherstopp im Bad Saarower Krankenhaus bleibt bis auf Weiteres bestehen.