Sein cremefarbenes Fell musste dem jungen Kater bei seiner Ankunft im Tierheim Mitte Februar gestutzt werden. "Es war vollkommen verfilzt", erklärt Matzke. "Uns blieb gar nichts anderes übrig." Bandit scheint das aber nicht großartig zu stören. Er schnurrt und blickt zufrieden durch die Gegend.
Gemeinsam mit dem Perser sind aktuell noch 19 weitere Katzen, 13 Hunde und zwei Sittiche im Tierheim untergebracht und suchen ein neues Zuhause. Besuchszeiten können gerade aber nicht angeboten werden – aus Corona-Gründen. "Einzeltermine können allerdings telefonisch abgesprochen werden", so Matzke.
Verpflegung ist gesichert
Apropos Corona: Auch der Tierheimbetrieb hat mit den Auswirkungen des Virus zu kämpfen. "Da niemand mehr in den Urlaub fährt, sind uns die kompletten Einnahmen aus unserer Tierpension weggebrochen", sagt Matzke. Sie ist die Haupteinnahmequelle der Tierstation. "Dadurch müssen wir extrem rechnen, um den Betrieb am Laufen zu halten."
Dabei gehe es aber nicht um die Verpflegung der Hunde und Katzen, diese sei gesichert. "Futter, Decken und Spielzeug haben wir genug", sagt Matzke. "Was wir dringend brauchen, ist Geld." Mitarbeiter müssten bezahlt werden, die anfallenden Gebäudekosten ebenso. Zwar bekomme man von der Stadt für jedes Tier pro Tag einen gewissen finanziellen Zuschuss, dieser alleine reiche aber nicht aus, um die laufenden Kosten zu decken.
Christine Matzke hofft deshalb auch auf Spenden, die der Einrichtung und damit den Tieren helfen würden. "Und vielleicht", sagt sie, "findet ja der eine oder andere unserer Bewohner bald ein neues Zuhause. Gerade in der aktuellen Zeit können Tiere über die Einsamkeit hinweghelfen."
Wer sich für eins dieser Tiere interessiert, kann sich bei Christine Matzke unter 03361 2862 melden. Beim Tierheim freut man sich auch sehr über Spenden an IBAN DE97 1705 5050 1000 3686 68. Eine Spendenbescheinigung kann ausgestellt werden.
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