"Es ist wichtig, dass Jugendliche über den Virus aufgeklärt werden", sagt Dausel. In den Gesprächen stoßen die Streetworker aber nicht nur auf Verständnis. "Das variiert stark", sagt Taboga. "Manche verstehen die Maßnahmen, genauso viele sagen aber, dass sie das nicht interessiert."
Viel zu oft träfen die drei noch Gruppen von Jugendlichen an, die sich weder an Hygienevorschriften noch den empfohlenen Mindestabstand halten würden. "Wir sagen ihnen, dass sie sich nicht die Hände geben oder gemeinsam aus einer Flasche trinken sollen", so Müller. Bert Dausel macht deutlich, dass niemand gerade "Corona-Ferien" habe: "Schule ist auf anderen Wegen möglich."
Um den Jugendlichen klarzumachen, dass sie aktiv dabei mithelfen können, die Verbreitung des Virus zu verlangsamen, appellieren die Streetworker an ihre Solidarität. "Älteren Nachbarn kann man anbieten, einkaufen oder mit dem Hund raus zu gehen", schlägt Müller vor.
Gegenüber einer drohenden Ausgangssperre sind die Streetworker nicht abgeneigt. "Wir verstehen ja, dass die Jugendlichen raus wollen. Aber man muss Regeln beachten", sagt Dausel. "Es gibt leider zu viele Unverbesserliche", ergänzt Taboga. "Die bekommt man auch nicht mit netten Worten." Um Langeweile zu Hause vorzubeugen, verweisen die Jugendarbeiter auf die sozialen Netzwerke. Bei Instagram und Facebook würden die Einrichtungen der Stadt tolle Vorschläge zur Freizeitgestaltung machen.
Internet-Angebote der Jugendarbeit:jugendarbeitfuwa.wixsite.com/websitekultur-trotzt-corona.de
Telefonnummer der Jugendarbeit:03361 5062990 (zentrale Rufnummer)