Der Vorfall hat viele Menschen sehr bewegt: Am Nachmittag des 15. Januar geht eine Frau in der Straße Am Berghang in Fürstenwalde-Nord mit dem Zwergpinscher Anik ihrer Tochter Gassi. Ein nicht angeleinter Schäferhund beißt Anik. Das Tier wird so schwer verletzt, dass sie eingeschläfert werden muss. Der Halter lehnt jegliche Verantwortung ab. Der Vorfall erregt die Halterin auch, weil die Polizei ihren Wunsch, den Sachverhalt anzuzeigen, zunächst ablehnt und sie ans Ordnungsamt verweist. Nach einem halben Jahr bestätigt sich, was die geschädigte Halterin von Anik von Anfang an gesagt hatte: Der Schäferhund-Halter ist Polizist.
Stefan Wichary, Erster Beigeordneter der Stadt Fürstenwalde, kündigte Ende Januar seinen Abgang an.
Stefan Wichary, Erster Beigeordneter der Stadt Fürstenwalde, kündigte Ende Januar seinen Abgang an.
© Foto: Stadt Fürstenwalde
Der Januar ist auch der Monat, in dem Fürstenwaldes Bürgermeister Matthias Rudolph wieder einmal führende Mitarbeiter verliert. Zunächst wird bekannt, dass Sebastian Fröbrich, der Leiter des Eigenbetriebs Sport- und Freizeitstätten, in seiner Probezeit kündigt.
Wie eine Bombe schlägt dann die Nachricht ein, die Stefan Wichary, Rudolphs Vize, am Abend des 27. im Hauptausschuss verkündet: Er wird als Beigeordneter im Nachbarkreis Dahme-Spreewald vorgeschlagen.
Einsatzbereit: Frank Schneider koodiniert von Schöneiche aus die Einheiten des Katastrophenschutzes der Johanniter. Die Ehrenamtlichen rücken aus, wenn der Landkreis Oder-Spree sie ruft.
Einsatzbereit: Frank Schneider koodiniert von Schöneiche aus die Einheiten des Katastrophenschutzes der Johanniter. Die Ehrenamtlichen rücken aus, wenn der Landkreis Oder-Spree sie ruft.
© Foto: Andreas Schmaltz
Die Corona-Krise prägt mit vielfältigen Auswirkungen das Geschehen. Weil der Landkreis im Zusammenhang mit der Krise ein Großschadensereignis ausgerufen hat, werden ehrenamtliche Einheiten von Rotem Kreuz und Johannitern aktiviert. Sie helfen dort, wo die Not am größten ist, kommen zur Unterstützung in Hotspots wie Pflegeheimen oder beim Bettenmanagement zum Einsatz, übernehmen Transportfahrten. Wie lange das Großschadensereignis ausgerufen wird, ist offen – „so lange wie notwendig“, sagt der zuständige Dezernent des Kreises, Michael Buhrke.
Uwe Flügel und seine Mutter Renate haben 350 Mal die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung gewählt, um einen Termin für die Corona-Impfung zu bekommen.
Uwe Flügel und seine Mutter Renate haben 350 Mal die Nummer der Kassenärztlichen Vereinigung gewählt, um einen Termin für die Corona-Impfung zu bekommen.
© Foto: Manja Wilde
Wie schwierig es ist, einen Impftermin zu bekommen, zeigt das Beispiel von Uwe Flügel aus dem Grünheider Ortsteil Fangschleuse. Mehrere Stunden täglich bringt der 54-Jährige damit zu, einen Termin für eine Corona-Schutzimpfung für seine 84-jährige Mutter zu erbitten. Die betagte Frau sitzt im Rollstuhl, lebt aber noch allein in Hoppegarten. Etwa 350 Mal haben die beiden die Telefonnummer 116117 gewählt, bevor endlich ein Freizeichen ertönt. Am 26. Januar und am 16. Februar darf sich Renate Flügel nun ihre Impfungen in Schönefeld abholen. Auch andere Bürger klagen über die überlasteten Hotlines.
Notbetreuung im Hort Abenteuerland in Fürstenwalde: Erzieherin Julia Vierus spielt mit Hannah (6) und Dominik (7) "Wer bin ich?"
Notbetreuung im Hort Abenteuerland in Fürstenwalde: Erzieherin Julia Vierus spielt mit Hannah (6) und Dominik (7) „Wer bin ich?"
© Foto: Manja Wilde
Viele Eltern müssen derweil darum kämpfen, dass ihre Kinder in der Notbetreuung von Kitas und Horten aufgenommen werden. Dabei sind die Einrichtungen vielerorts relativ leer. Während des Lockdowns haben nach der gültigen Eindämmungsverordnung Eltern oder andere Sorgeberechtigte in kritischen Infrastrukturbereichen und einige besondere Berufsgruppen, ab 18. Januar auch Alleinerziehende. Es gibt Einzelfälle, in denen ein Widerspruch zur Berücksichtigung des Antrags führt.
27.01.2021 Beeskow, Landratsamt, Bundeswehrsoldaten aus der Kaserne Lüneburg lernen wie ein Antigen-Schnelltest funktioniert. links: Bianca Böhme (Sachgebietsleiterin Fachbereich Hygiene und Umwelt) , mittig : Delia Fritzlar (Ärztin Gesundheitsamt)
27.01.2021 Beeskow, Landratsamt, Bundeswehrsoldaten aus der Kaserne Lüneburg lernen wie ein Antigen-Schnelltest funktioniert. links: Bianca Böhme (Sachgebietsleiterin Fachbereich Hygiene und Umwelt) , mittig : Delia Fritzlar (Ärztin Gesundheitsamt)
© Foto: Jörn Tornow
Gegen Monatsende bekommt die Kreisverwaltung Hilfe von der Bundeswehr. 16 Soldaten helfen bei Corona-Schnelltests in Alten-, Pflege- und Behindertenheimen im Landkreis Oder-Spree.

Ausgangssperre für Hennen in Hasenfelde

Eine andere Seuche hat ebenfalls Konsequenzen. Wegen der Vogelgrippe müssen knapp 40.000 Freiland-Legehennen in Hasenfelde im Stall bleiben. Die Tiere leben sonst in Freilandhaltung. Bunte Bälle sollen ihnen die Langeweile vertreiben.
Strenge Vorschriften gelten nicht nur für die Hennen: Bei den Mitarbeitern im Stall sind Mundschutz und Handschuhe sind Pflicht. Der Lkw, der zweimal wöchentlich die Eier zur Vermarktung abholt, desinfiziert vor Befahren des Grundstücks die Reifen.
Beisetzung des Unfallopfers Marvin J. aus Bugk: Sechs Feuerwehrmänner tragen den Sarg zu Grabe.
Beisetzung des Unfallopfers Marvin J. aus Bugk: Sechs Feuerwehrmänner tragen den Sarg zu Grabe.
© Foto: Ruth Buder
Ein Begräbnis bringt am 9. Januar Hunderte Menschen in den Storkower Ortsteil Bugk. Dort wird Marvin J. beigesetzt, der am 2. Weihnachtsfeiertag bei einem Spaziergang von einem Auto erfasst und tödlich verletzt worden ist. Vor allem Mitglieder der Feuerwehr aus den verschiedenen Ortsteilen Storkows kommen, um ihrem Kameraden das letzte Geleit zu geben.
Stämme gefällter Bäume werden weggeräumt: Herbert Glamann ist im Bereich des künftigen Endhaltepunktes Bad Saarow Süd im Einsatz.
Stämme gefällter Bäume werden weggeräumt: Herbert Glamann ist im Bereich des künftigen Endhaltepunktes Bad Saarow Süd im Einsatz.
© Foto: Bernhard Schwiete
In Bad Saarow beginnt der Bau der Verlängerung der Regionalbahnstrecke 35 über den bisherigen Endbahnhof am Klinikum hinaus, bis Bad Saarow-Süd, wo die Ortsteile Pieskow und Theresienhof liegen. Eigentümerin der Strecke und Auftraggeberin der Bauarbeiten ist die Scharmützelseebahn GmbH, die in Zossen sitzt. Die Gemeinde errichtet einen Stellplatz mit 28 Pkw-Flächen und 30 Fahrrad-Stellplätzen. Anwohner aus dem Lärchengrund forderten einen Lärm- und Sichtschutz.