Herr Gericke, Sie starten als Aufsteiger mit einem Auswärtsspiel in die Saison. Aufgeregt?
Natürlich, aber wir haben uns gut vorbereitet, die Mannschaft hat super mitgezogen. Allerdings wissen wir wie die meisten Mannschaften vor dem ersten Spiel nicht so richtig, wo wir stehen.
Was erwarten Sie sich vom Auftakt?
Ich schätze Werder als eine sehr starke Mannschaft ein. Der Stamm ist geblieben, und das Team wurde mit einigen jungen Spielern verstärkt, die auf der Sportschule in Potsdam technisch-taktisch sehr gut ausgebildet worden sind. Da etwas mitzunehmen wird schwer.
Was ist überhaupt möglich in dieser Saison?
Als Aufsteiger geht es für uns natürlich nur um den Klassenerhalt.
Dieses Ziel hat der Verein bereits zweimal in den vergangenen Jahren verpasst und ist nach dem Aufstieg in die Oberliga postwendend wieder abgestiegen ...
Das stimmt. Beim ersten Mal war ich verantwortlich als Trainer. Damals sind wir auch an Querelen innerhalb des Vereins gescheitert. Zum zweiten Mal, als Uwe Janke Trainer war, möchte ich mir kein Urteil erlauben.
Was wollen Sie anders machen, damit es diesmal mit dem Klassenerhalt klappt?
Wir haben keinen überragenden Spieler in unseren Reihen, der alle mitreißt. Deshalb werden wir es über das Team probieren. Zum Teambuilding war auch das Trainingslager an der Ostsee gedacht, damit alle zusammenrücken und wenn die ersten Misserfolge kommen, und die kommen zwangsläufig, nicht alle wieder den Kopf verlieren. Außerdem haben wir eine Taktikvorbereitung gemacht und dabei einige Dinge aus den vergangenen Jahren verändert.
Was kam man sich darunter vorstellen?
Naja, ich will ja nicht zu viel verraten, aber wir haben zum Beispiel neue Auslösehandlungen eingeübt sowohl gegen defensive 6:0-Abwehrreihen als auch gegen offensivere Deckungsvarianten wie 5:1 oder 4:2 und hoffen damit den Gegner zu überraschen. Aber Gewissheit, ob es klappt, haben wir erst im Spiel.
Personell gab es wenig Veränderungen. Der Kader blieb zusammen, wurde aber auch verstärkt.
Es hat uns kein Spieler verlassen, und wir haben vier hinzubekommen. Neu ist Kevin Bursche, der Rest sind alte Bekannte. Mit Robert Kaberidis und Sören Klünder sind zwei zurückgekommen vom HC Neuruppin. Sie kennen die Liga dadurch ganz gut. Und mit dem reaktivierten Andreas Kaulfuß haben wir jetzt einen dritten Torwart. Das ist zwar am Spieltag nicht einfach, weil nur zwei spielen können, aber so ist abgesichert, dass wir im Training immer einen Torwart zur Verfügung haben. Das hatten wir vergangene Saison nicht immer und konnten viele Übungen gar nicht machen. Auch auf den anderen Positionen wie Linksaußen und Kreis sind wir jetzt dreifach besetzt. Aber Konkurrenzkampf belebt das Geschäft, und eine Leistungssteigerung ist sicher nötig, um in der Liga zu bleiben.
Es gibt drei Absteiger. Wen erwarten Sie als direkte Konkurrenz um den Klassenerhalt?
Vor allem die Mitaufsteiger1. SV Eberswalde, SV Warnemünde, die wie wir als Tabellenzweiter hoch sind, und TSV Rudow. Aber wir haben noch einige Teams im Visier, gegen die wir uns etwas ausrechnen.
Tickets: Die Dauerkarte für alle Heimspiele des Vereins kostet 50 Euro, Einzelkarten für die Spiele der ersten Mannschaft gibt es für 4 Euro.