"Wir haben ja alle so viele Bücher zuhause, da ist doch eine Bücherzelle eine tolle Aktion", fand Brigitte Hübner. Die Idee aus Berlin nahm der Förderverein schon vor einiger Zeit auf. "Man muss ja was außergewöhnliches bieten", fand auch Stefan Petrick, der Vereinsvorsitzende. Er suchte im Internet nach einer original-englischen Telefonzelle. "2300 Euro hätte sie gekostet, aber auf Ebay-Kleinanzeigen haben wir in der Nähe von Bremen ein viel günstigeres Modell gefunden." Die in der Mitte durchgesägte Zelle, mehr als 80 Jahre alt, holten die Diensdorfer per Transporter an den Scharmützelsee, lagerten sie ein. Kaum stand das Fundament, kam die fast 800 Kilo schwere Zelle vors Haus, wurde in der original-Farbe (BS 538) angestrichen. Auch Nicht-Vereinsmitglieder brachten sich ein, so spendierte der Glaser im Dorf kostenlos die Scheiben. Im Innern steht ein Drehregal für Ordner. "Das passt auf den Millimeter." Viele Romane aber auch Ratgeber und Biografien wurden schon gespendet, bei der Einweihung wurde von vielen Gästen rege geschmökert. Die Bücherzelle ist immer geöffnet und sogar abends beleuchtet. Kostenfrei kann man Bücher rausnehmen, andere reinstellen. Gabriele Bender fand's toll und nahm zwei Bücher mit. Alte Krimis brachte Beate Lindner vorbei. Alle lobten die Aktion. Das Telefon der Zelle hängt indes in der Schulscheune an der Wand - und funktioniert .