Die Aktion wird von den Wilmersdorfern schon seit langem gefordert. Während der andere Teich nebenan ganz ohne Schilf mit blühenden Seerosen im Sommer ein wahrer Hingucker ist, ist der Dorfteich direkt vor der Kirche dagegen kaum noch als solcher zu erkennen. Das Schilf wucherte immer mehr in Richtung Seemitte.
Mittlerweile sind die Halme gut zwei Meter hoch. Nur mittig sieht man noch Wasser. Den Sorgen der Wilmersdorfer, durch das viele Grün und der geringen Tiefe würde der Teich mangels Sauerstoff irgendwann "umkippen" und stinken, hat am Freitag der Wasser- und Landschaftspflegeverband "Untere Spree" entgegengewirkt. Mit einem Raupenbagger und Trecker mit großem Anhänger arbeitetete sich ein Trio an Mitarbeitern schon in den Morgenstunden an der Uferseite der Feuerwehr entlang. Marko Charlet saß im Bagger und zog vorsichtig den Mähkorb durchs Wasser und schnitt das Schilf am Boden ab. Das Rattern verstummte, auf der Schippe kam das Schilf auf den Anhänger. Wilfried Gerhard und Jörg-Rainer Schlecht harkten die herabfallenden Halme am Ufer zusammen. "Voriges Jahr waren wir noch mit einem Boot hier. Das Schilf ist weniger geworden", sagte Schlecht. Der Schilfschnitt ging weiter um den Teich bis zur gegenüberliegenden Seite. Etliche Anwohner lobten: "Das sieht doch jetzt wieder gut aus." Den Rest des Schilfes, am Fuße der Kirche, wo die Fachleute nicht mit der Technik ans enge Ufer kamen, wird die Wilmersdorfer Feuerwehr am Sonnabendvormittag beseitigen.