Mit Ende der DDR hatte sich das Thema Jugendliche erledigt. Dass in dem Haus schon 1932 ein halbes Jahr der bekannte Schriftsteller Hans Fallada lebte und schrieb, nutzt Berkenbrück bis heute zur Eigenwerbung. Es gibt zwar ein verwittertes Fallada-Schild an der Hauswand, eine Gedenkstätte kam aber nie zustande. Mehr und mehr verfiel das Areal, die Bungalows wurden verschenkt, das Haus nur zur Feuerwehr-Übung genutzt. Interessenten gab es viele, aber alle Pläne scheiterten.
Zuschlag gab es für das Höchstgebot
Nun stimmte der Gemeinderat dem Verkauf zu. Laut Odervorlands Amtsdirektor Peter Stumm meldeten sich auf eine Ausschreibung mehrere Bewerber, meistbietend wurde verkauft. "Die Summe liegt oberhalb des Verkehrswertes." Wer sich das Areal gesichert hat, lässt er offen. Es sei ein Berkenbrücker, der Wohnungen einbauen möchte, etliche Euros in die Hand nehmen muss. "Erst muss er seine Finanzierung durchbringen, das ganze Thema ist verfrüht", so der Amtsdirektor. Noch liege im Amt nicht einmal der Notarvertrag vor. "Bis sich auf dem Gelände etwas tut, wird es sicher noch dauern."