Ob es an dem kühlen Wetter gelegen hat, dass nur wenige Interessenten auf dem Marktplatz stehenblieben und das Gespräch mit den Standbetreuern suchten? Sven Dietrich von der Stadtverwaltung zuckte mit den Schultern. "Ich weiß es nicht. Es war ein Versuch." Man habe bewusst "mal rausgehen" wollen, und zwar nicht gekoppelt mit einer anderen größeren Veranstaltung in der Innenstadt, sondern mit einem eigenständigen Termin. Dietrich: "Wir wollten wissen, wie viele Leute gezielt für das Thema Energie und Klimaschutz herkommen."
Sven Dietrich hatte zumindest an anderer Stelle eine klare Zuordnung in Sachen schlechtes Wetter: Er hatte einen rund 1,50 Meter großen Parabolspiegel aufgebaut und in dessen Brennpunkt einen normalen Kochtopf gestellt - probeweise mit Wasser gefüllt. "Normalerweise kann man damit kochen", sagte er. Am Sonnabend blieb das Wasser kalt: Der wolkenverhangene Himmel ließ nicht genug Sonnenstrahlen durch.
Weil es allein schon im 24-Stunden-Tagesverlauf Zeiten gibt, in denen die Sonne nicht zu sehen ist und demzufolge auch kein Strom von der Photovoltaikanlage auf dem Dach kommen kann, gibt es inzwischen Speicher, die eigens dafür in den hellen Stunden des Tages aufgeladen werden - quasi ein Akku mit Solarpanel als Ladegerät, und das in Groß. Marcel Mattheis von der EWE hatte so einen Stromspeicher mitgebracht, 1 mal 1 Meter groß. "Deutschlandweit haben wir bereits 5000 davon installiert", erläuterte Mattheis. Der Speicher unterstütze den Eigenverbrauch von Solarstrom: Nur wenn der Akku voll ist, wird Strom ins große Netz eingespeist, und nur wenn der Speicher nicht reicht, wird von außen zugekauft.
Bei der Neuinstallation von Solarmodulen, so erläuterte es Marius Vargas von Geoclimadesign, lassen sich Kapillarmatten integrieren, die hinter die Strommodule, aber noch mit ins Gehäuse kommen. "Sie kühlen also auch die Photovoltaikmodule und liefern zugleich Wärme, die für die Warmwasserbereitung im Haus genutzt werden kann."
Eher mobil ist der Anbieter "business auf rädern" unterwegs, der Firmen und Verwaltungen bei Konzepten für Dienstfahrräder, auch Lastenräder, berät. Stefan Döbrich aus Hönow, der mit Helge Krause bereits Elektrofahrräder an Tourismusanbieter vermietet, darunter auch das Bürgerhaus Berkenbrück, erläuterte, dass es sich lohne, Besorgungen bis zu fünf, sechs Kilometern per (Elektro-)Fahrrad erledigen zu lassen.
Elektrisch, und sehr leise, war auch das Vorführauto ständig im Einsatz, das die E.dis mitgebracht hatte. Nicht nur das Fürstenwalder Rentnerpaar Jörg und Karin Müller zeigte sich nach der Probefahrt "total begeistert. Allein die Beschleunigung", schwärmte Jörg Müller. Für lange Strecken werde man aber weiter noch lange einen Verbrennungsmotor brauchen. Und zu teuer seien die Elektroautos zurzeit auch noch, ergänzte seine Frau.