Viele Besatzungen der Flying Dutchman (FD), der in alten Segelanweisungen erstmals 1961 als eigene Bootsklasse auftaucht, waren in diesem Jahr zum Steinhuder Meer bei Hannover gefahren, um bei der dortigen Regatta für die am Freitag beginnende Weltmeisterschaft zu üben. Die zehn Teams aber, die den Weg zum Scharmützelsee gefunden hatten, konnten sich glücklich schätzen, fanden sie doch ideale Windbedingungen vor, während aus Niedersachsen die Absage der Pfingst-Wettfahrten wegen Starkwind gemeldet wurde.
In Bad Saarow gab es einen traumhaften Start bei vier bis fünf Windstärken und Spitzengeschwindigkeiten von 26 Knoten - die Boote flogen förmlich über das Wasser. Bei der zweiten Wettfahrt legte der Wind in Böen noch etwas zu und drehte auf West gedreht. Es kam zu zwei Kenterungen, wobei den Zweitplatzierten der ersten Wettfahrt, den Grünauern Jörg und Nils Herrmann, der Mast brach und sie von der DLRG abgeborgen werden mussten. Für sie war die Regatta beendet.
Nach Siegen in zwei der drei Wettfahrten führten Bahr/Bahr das Klassement an. Am zweiten Tag wurde dann, wie von den Seglern gewünscht, eine 16-km-Langstrecke gesegelt. Wettfahrtleiter Jörg Binder legte nach einer langen Startkreuz bei Diensdorf den Kurs bis zur grünen Fahrwassertonne bei Wendisch-Rietz und dann noch ein Zielkreuz vor Bad Saarow Strand. Bei etwas mehr Wind als am Vortag waren die Boote erstaunlich schnell unterwegs, nach etwas mehr als einer Stunde siegten Bogumil/ Lisken vor Marco Lieberth/Mario Götz vom SSV Einheit Plauen, die aber nur auf Gesamtplatz 5 einkamen, sowie den Titelverteidigern, die nach Streichung des schlechtesten Ergebnisses noch auf Rang 2 zurückfielen.