Es ist schon beeindruckend, wie die neu zusammengestellte Mannschaft aus der Domstadt in die neue Saison startet. Nach dem Sieg im Landespokal Brandenburgs ließ sie drei Punktspiel-Dreier in der Regionalliga Nordost folgen und ist jetzt nach dem 4. Spieltag Dritter in der Tabelle.

Mannschaft des FSV Union hat Charakter

Und bemerkenswert zudem: Bei den vier Siegen geriet die Mannschaft von Trainer Matthias jedes Mal in Rückstand und drehte jeweils die Partie. Ist das ein nötiger Weckruf, ins Hintertreffen zu geraten? „Nein, das zeigt aber zumindest, dass im Team Charakter vorhanden ist“, sagt Trainer Maucksch. Und Mittelfeldspiele Joshua Putze ergänzt: „Es wäre mir schon lieber, mal in Führung zu gehen. Wenn wir aber jedes Spiel nach einem Rückstand gewinnen, dann ist es mir auch recht.“
Überhaupt habe sich trotz der vielen Neuzugänge bereits ein gutes Team zusammengefunden. „Die Jungs sind alle entspannt und wir können frei aufspielen“, erklärt Putze, der seine zweite Saison bei den Fürstenwaldern absolviert. Der 25 Jahre alte Berliner gehört zu den Führungspersönlichkeiten in der Mannschaft und sieht dies auch als seinen Anspruch: „Ich versuche, die jungen Spieler so gut wie möglich zu leiten. Wichtig ist, dass alle Spaß haben und wir Punkte sammeln.“

Joshua Putze als Vorbereiter und Vollstrecker in Bonava-Arena

Zu letzterem hat Putze hat Putze bislang maßgeblich beigetragen – mit seiner Zweikampfstärke, seinem Stellungsspiel, seinen Pässen und auch als Vollstrecker. Beim Erfolg gegen Bischofswerda am Mittwochabend in der Bonava-Arena bediente er mit einer Flanke von der rechten Seite Darryl Geurts, der per Direktabnahme mit seinem dritten Saisontor ausglich. Und den Siegtreffer besorgte Putze dann selbst mit einem souverän verwandelte Foulelfmeter in den rechte Dreiangel.

Union-Trainer Matthias Maucksch freut sich über den Sieg

„Das war am Ende ein hartes Stück Arbeit“, sagt Putze, der wie alle Akteure nach der intensiven Partie, der der es in den ersten zehn Minuten und zuvor beim Aufwärmen stark geregnet hatte. „In der ersten Halbzeit haben wir uns von den Bischofswerdaern den Schneid abkaufen lassen. Nach den deutlichen Worten des Trainers in der Pause wurde es besser.“ Dies sieht auch Matthias Maucksch so. Im ersten Durchgang habe sein Team zu „pomadig“ gespielt. „Wir haben den Ball nicht schnell zirkulieren lassen. Bischofswerda hat uns hart gefordert. Im Endeffekt freue ich mich über den Sieg.“
Bischofswerdas Trainer Erik Schmidt sprach von einem der der besten Spiele seiner Mannschaft in Fürstenwalde. „Leider haben wir das 1:0 nicht lange halten können. Wäre uns das gelungen, hätten es die Gastgeber noch schwerer gehabt.“

Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC wartet am Sonntag

Schwer wird es für den FSV Union auch am Sonntag, wenn die englischen Wochen mit der Partie bei Drittliga-Absteiger Chemnitzer FC, der bislang vier Zähler auf dem Konto hat, weiter gehen. Anpfiff ist um 16 Uhr. „Schauen wir mal, was geht. Wir haben jetzt neun Punkte gesammelt, die kann uns keiner mehr nehmen“ sagt Maucksch, der sein Team am Donnerstag zur Anstoßzeit drittletzten Trainingseinheit vor dem Spiel gebeten hatte.

Statistik


FSV Union Fürstenwalde: David Richter – Ingo Wunderlich, Johann Weiß, Vojtech Mares, Kay Michel (23. Dimitrios Komnos) – Mateusz Ciapa (47. Arlind Shoshi), Joshua Putze – Johan Martynets (23. Anton Kanther), Darryl Geurts – Lukas Stagge, Kemal Atici (83. Lucas Turci)

Bischofswerda FV: Mika Schneider – Nicholas Prasad, Dino-Samuel Kurbegovic, Dominic Meinel, Pavel Cermak, Jakub Moravec (79. Leon Ben Hahn), Eric Stiller, Patrik Kavalir (79. Deniss Stradins) – Robin Fluß – Aivars Emsis (54. Nick Huenig) Oliver Genausch

Tore: 0:1 Huenig (59.), 1:1 Geurts (60.), 2:1 Putze (75./Foulelfmeter) – Schiedsrichter: Rasmus Jessen (Berlin) – Zuschauer: 369 RH