Ministerpräsident Dietmar Woidke sprach in seiner Rede von "einer der dunkelsten Stunden seiner Amtszeit", als er am 28. Februar von der "skrupellosen und sinnlosen Tat" erfuhr. Er erinnerte außerdem auch an das dritte Todesopfer des mutmaßlichen Täters Jan G., dessen Großmutter. "Ich bin nach wie vor zutiefst erschüttert", sagte Woidke. Gleichzeitig beklagte er eine "zunehmende Verrohung" von Straftätern, auf die man reagieren müsse - in Form eines besseren Schutzes für Polizisten. Und er mahnte einen respektvolleren Umgang mit den Beamten an. "Das darf nicht nur gelten, wenn sie angegriffen werden. Das muss immer gelten", sagte er.
Die Predigt im Rahmen der einstündigen ökumenischen Gedenkfeier, die auch von Pater Theo Wenzel von der katholischen Gemeinde in Fürstenwalde mitgestaltet wurde, hielt der evangelische Landesbischof Markus Dröge. Der oberste Geistliche der Protestanten in Brandenburg und Berlin dachte ebenso wie Woidke an die Kollegen der Todesopfer. "Ich möchte allen Polizistinnen und Polizisten von Herzen sagen: Wir brauchen Sie, ohne Sie wäre dieses Land ein anderes Land", sagte er. "Sie sorgen mit Ihrem Dienst dafür, dass wir uns als Bürger sicher fühlen können und dass wir in einer freien Gesellschaft leben können."
Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung vom Landespolizeiorchester.