Im Rahmen ihrer schulischen Projektwoche hat Lehrerin Carmen Albustin den Leiter des Fürstenwalder Museums für einen Rundgang durch die Samariteranstalten gewonnen. Es geht um das nationalsozialistische  Euthanasieprogramm und dessen Auswirkungen auf die früheren Bewohner der Einrichtung.
"Aktion T4" in Fürstenwalde
Wera G. beispielsweise, die aufgrund ihres Verhaltens für schulunfähig erklärt worden war, berichtet Strohfeldt, wurde 1940 von der Landesanstalt Brandenburg-Görden nach Fürstenwalde verlegt; von dort anderthalb Jahre später über Zwischenstationen in die Landes-Heil- und Pflegeanstalt Bernburg. In Bernburg widerfährt ihr, was nach Beschluss der Tötungsaktion "T4" zwischen  Januar 1940 und August 1941 70 000 Menschen widerfuhr, die von den Nationalsozialisten als "lebensunwert" stigmatisiert wurden: sie wurde vergast. Wera G. wurde 18 Jahre alt.
"Ich kann nicht begreifen, dass so viele Menschen umgebracht wurden", sagt Majandra Hofer. Wie ihre 14 Mitschüler hat sich die 16-Jährige freiwillig für die Projektgruppe Euthanasie entschieden. Heute informieren sich die Schüler dazu im Haus der Wannseekonferenz in Berlin. Am Ende, sagt Carmen Albustin, werde ein Projekthefter erstellt.
Tag der offenen Tür am Geschwister-Scholl-Gymnasium, Sonnabend, 10 bis 13 Uhr, Frankfurter Straße 70, Fürstenwalde