Die Grundlage für die Aktion ist ein naturschutzfachlicher Managementplan, den das Büro Rana im Auftrag der Stiftung Naturschutzfonds Brandenburg erarbeitet hat, heißt es in einer Pressemitteilung des Naturschutzfonds. Der Feuereinsatz wurde mit dem Flächeneigentümer und den Behörden abgestimmt.
"Ohne den lenkenden Einfluss des Menschen würden die Heidekrautheiden langsam verschwinden und mit ihnen die auf den Lebensraum spezialisierten Tier- und Pflanzenarten, wie Heide, Flechten, Heidelerche, Ziegenmelker oder verschiedene Tagfalter" erklärt Stefan Klein vom Büro Rana.
Um das Feuer zu kontrollieren, werden natürliche Grenzen genutzt, meist schon ausgebrannte Geländestreifen, erläutert Klein auf Nachfrage. Dabei wird das Feuer so gelegt, dass der Wind es gegen diese natürlichen Grenzen treibt.
Der Naturschutzfonds verweist in seiner Mitteilung darauf, dass der Feuereinsatz zur Verjüngung der landwirtschaftlich genutzten Heiden ist zum Beispiel aus der Lüneburger Heide seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert und in den vergangenen 20 Jahren intensiv untersucht worden sei. Die Methode sei auch schon in Heidehof bei Jüterbog und der Lieberoser Heide erfolgreich genutzt worden.
Der ehemalige Truppenübungsplatz "Skaby" ist heute Teil des europaweiten Schutzgebietsnetzes Natura 2000 und als Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH) gemeldet; Land und Bund haben sich zur Erhaltung der Arten und Lebensräume in diesen Schutzgebieten verpflichtet.