Die Kürbiszeit ist der Höhepunkt der Herbstsaison. Kürbisse sind eine der vielseitigsten Herbstfrüchte – man kann leckere, kalorienarme Gerichte aus ihnen zaubern, den Garten farbenfroh dekorieren oder aus den großen Exemplaren gruslige Fratzen schnitzen.

Fünf Sorten Kürbisse frisch vom Acker

Der Kräuterhof in Neuendorf im Sande baut jedes Jahr zahlreiche Sorten an. Am bekanntesten ist der orange Hokkaiodo, den man nicht schälen muss. Dazu kommen noch Butternut, Futsu Black, Blue Ballet und Spaghetti-Kürbis. „Die Ernte ist gut. Wir sind zufrieden“, sagt Chefin Ina Weilbach. Das Wetter hat gepasst. Es war zum größten Teil warm und feucht. In der letzten Wachstumsphase machte den Biobauern die lange Trockenheit zu schaffen. Jede einzelne Pflanze auf dem Acker wurde punktuell gewässert. Eine aufwendige Arbeit, zumal viele der Beschäftigten mit Behinderung wegen Corona zu Hause bleiben mussten. „Für uns war das eine schwere Zeit“, erzählt Ina Weilbach.

Ernte hält sich bis ins nächste Frühjahr

Die Mitarbeiter Detlef Knospe und Silvio Morawitz haben derweil schon einen großen Teil der reifen Früchte abgeerntet. Ob ein Kürbis reif ist, erkennt man am trockenen Stiel. „Das der Sommer noch mal zurück kommt, hat ja keiner geahnt“, sagt Ina Weilbach. Kürbisse sind nämlich frostempfindlich und mögen keine kühlen Nächte. Deshalb wurden die Früchte vorsorglich vom Feld geholt. In Reih und Glied lagern sie nun in einem kühlen, dunklen, trockenen und frostfreien Raum, bis sie im eigenen Hofladen vermarktet werden. „Bei richtiger Lagerung können sie sich bis in den März halten“, weiß die Chefin aus Erfahrung.

Fruchtfolge im nächsten Jahr beachten

Der leere Acker kann demnächst umgepflügt und für die Frühjahrssaat vorbereitet werden. Allerdings dürfen an dieser Stelle vorerst keine Kürbisse, die Starkzehrer sind, rauf. Für die großen Beeren muss ein anderes Feld her. „Für einen guten Ertrag, muss die Fruchtfolge eingehalten werden“, erläutert Ina Weilbach.

Kürbis ist vielseitig in der Küche verwendbar

Aus den Herbstfrüchten lassen sich leckere Gerichte zaubern. Kürbis lässt sich grillen, braten, füllen und überbacken, dünsten, kochen, einlegen oder pürieren. Kürbis harmoniert – mal süß, mal herzhaft – mit vielen Gewürzen, Kräutern, Obst- und Gemüsesorten und nimmt schnell deren Aroma an.

Kalorienarm und Nährstoff-Kraftpaket

Dazu sind Kürbisse kalorienarm und Nährstoff-Kraftpakete, denn sie sind reich an Zink, Magnesium, Eisen und Selen. Das aus Kürbiskernen gewonnene Öl punktet vor allem durch den Gehalt von ungesättigten Fettsäuren und Vitamin E, welches aufgrund seiner antioxidativen Wirkung besonders wertvoll ist.

Mit Ofenkäse und Thymian füllen

Der Spaghetti-Kürbis zum Beispiel ist der Star. Das Fruchtfleisch fasert nach dem Backen im Ofen wie Spaghetti auseinander. Ina Weilbach empfiehlt ihn zu halbieren und mit Parmesan und Kräuterbutter zu garen. Der Futsu Black verfügt über einen eher süßlichen Geschmack. Das Aroma ist leicht nussig. Er kann mit Thymian und Ofenkäse gefüllt werden. Der Blue Ballet ist geschmacksintensiv und man kann kräftige Suppen zaubern ohne dass man Karotten oder Kartoffeln hinzufügen muss. Butternut zählt zu den Moschuskürbissen. Er hat ein zartes Fruchtfleisch mit leichtem Butteraroma. Geschmorter Butternut mit Porree ist eine hervorragende Gemüsebeilage. Ina Weilbach bietet im Hofladen in Neuendorf im Sande nicht nur die Herbstfrüchte an, sondern hat gleich auch noch leckere Rezepte parat.