Damit musste der ursprüngliche Zeitplan gehörig nach hinten korrigiert werden. "Leben am Scharmützelsee ab 2020" ist auf Werbebannern an der Baustelle noch zu lesen. Dass es dieses Jahr nichts mehr wird, liegt nach Angaben von Projektleiter Martin Maczek an Verzögerungen bei der Erteilung der Baugenehmigung. Bereits im Juni 2019 habe man in der Kreisverwaltung den Bauantrag eingereicht, aber erst vor wenigen Wochen, Anfang Juli, sei die erlösende Post aus Beeskow eingetroffen. Jetzt aber soll es nach dem Willen der Verantwortlichen zügig vorangehen. Die Baugrube ist bereits ausgehoben, am Montag, so die Ankündigung von Maczek, wird die Bodenplatte für die Tiefgarage gegossen. Im Dezember soll der Rohbau für die zwei Gebäude, die jeweils über drei Stockwerke und ein ausgebautes Dachgeschoss verfügen, fertig sein.
Blaue Rohrleitung bald weg
Aufwendig sind die Bauarbeiten in der Anfangsphase, weil für die Errichtung der Bodenplatte das Grundwasser um etwa einen Meter abgesenkt werden muss. Diesem Zweck dient die blaue Rohrleitung, die bereits seit einiger Zeit die Diensdorfer Straße überquert. Wie Maczek ankündigt, soll sie aber ab nächster Woche abgebaut werden. Außerdem mussten nach Angaben des Projektleiters 500 Pfähle zwölf Meter tief ins Erdreich versenkt werden.
Hinter dem Vorhaben steht ein Privatinvestor, Generalunternehmer ist die F&R Projekt GmbH, an der unter anderem der Bad Saarower Gemeindevertreter Matthias Rocher beteiligt ist. Die Resonanz ist offenbar enorm. Laut Maczek liegen für die Wohnungen, die 54 bis 96 Quadratmeter groß werden und über zwei bis vier Zimmer verfügen, schon 130 Anfragen vor. Es würden bereits Mietvorverträge unterschrieben, er rechne damit, dass das Objekt nach Fertigstellung voll vermietet übergeben wird. Ab Oktober, wenn im Rohbau die Grundrisse zu erkennen sind, sollen Besichtigungen möglich sein.