Katrin Wachter und Hartmut Weise hatten sich wie so viele andere tagelang auf das große Ereignis vorbereitet. Die Physiotherapeutin der Fußballer und der Volleyballspieler der SG Hangelsberg moderierten am Sonnabend am Platz vor dem Spree-Curry-Imbiss den Umzug der Sportler. Zu jeder Abteilung des Vereins hatten sie etwas zu erzählen, und sie führten kleine spontane Interviews mit den Vorbeikommenden.
Die beiden betätigten sich nach eigenem Bekunden zum ersten Mal als derartige Entertainer, und dennoch wirkten sie mit dem Mikrofon in der Hand wie alte Hasen. Bei diesem großen Engagement und den langen Vorbereitungen war es für die Ehrenamtlichen aus dem Verein, angeführt vom Vorsitzenden Detlef Schrobback, etwas schade, dass die Zahl der Zuschauer am Spree-Curry-Eck auch auf den anderen Teilen der Strecke doch recht überschaubar blieb.
Umso größer aber war die Zahl der Teilnehmer am Umzug, so dass sich ein langer, bunter, beeindruckender Bandwurm durch den Ort zog. Und die Aktiven behielten auch ihre gute Fest-Laune. Viele hatten ihren Beitrag zum Umzug individuell und kreativ vorbereitet. Die Gymnastikgruppe hatte große Schilder hergestellt, auf denen die Frauen von ihrem Bezug zum Verein erzählten. Einige von ihnen sind bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten dabei. Zwischen ältestem (83) und jüngstem (13) Abteilungsmitglied liegen exakt 70 Jahre Altersunterschied.
Die Abteilung Kindersport chauffierte ihre Kleinen in einem Anhänger hinter einem Rasentraktor durch die Straßen. Hinter einem großen, mit Zweigen geschmückten Traktor saßen die Mitarbeiter der in Hangelsberg ansässigen Landeswaldoberförsterei auf einem Wagen, der Anglersportverein hatte ein Boot mit Girlanden verziert, Mitglieder des Oldtimerclubs Die Legende aus Fürstenwalde steuerten historische Fahrzeuge, und den Abschluss des Zuges bildeten die Mitglieder des Ponyhofs Li-Sa mit ihren Tieren. Auch eine alte Fahne mit dem früheren Namen des Vereins, BSG Traktor Hangelsberg, war zu sehen.
Am Nachmittag mussten sich zwar die Fußballer der SG Hangelsberg in ihrem Kreisliga-Heimspiel dem Lokalrivalen aus der Gemeinde Grünheide, der SG Lichtenow/Kagel, mit 1:4 geschlagen geben, doch das war fast vergessen, als am Abend der Sportlerball stieg. Dazu hatte der Verein Schlagersängerin Michelle Ryser als "Stargast" verpflichtet. Und am Montag folgte noch das große Sport- und Kinderfest, zu dem der Verein alljährlich zahlreiche große und kleine Gäste auf seinen Sportplatz lockt.