Briesen begann forsch, Guben stand tief. Briesen hatte nach zehn Minuten die erste Möglichkeit. Pascal Brunsch spielte auf Torsten Ducklauß, der sich Richtung Grundlinie bewegte. Seine Hereingabe verfehlte Mathias Klein um Haaresbreite. Die erste Chance für die Gäste resultierte aus einem Freistoß aus 17 Metern. Blau-Weiß-Torwart Reno Ballhorn war auf der Hut.
Kurz danach zeichnete sich auch der Torwart der Gäste aus. Er lenkte einen Freistoßknaller von Klein über den Querbalken. In der 24. Minute gab es wieder Freistoß für die Gäste. Von halblinks kam der Ball auf den Elfmeterpunkt. Dort stand Christian Tzscheppan mutterseelenallein und köpfte Richtung Tor. Ballhorn hätte locker abwehren können. Doch er dachte, der Ball gehe vorbei. Als das Leder auf dem Rasen aufsprang, veränderte es seine Richtung und fiel ins Netz zum 0:1. Es waren noch nicht zwei Minuten vergangen, da stand es schon 1:1. Ducklauß wurde im Strafraum umgestoßen - so sah es der Schiedsrichter - und Klein verwandelte den Strafstoß überlegt.
Danach verflachte das Spiel zusehends. Zum einen lag dies an einer Vielzahl von Fehlpässen, zum anderen am Schiedsrichter, der das Spiel völlig zerpfiff. Ducklauß erhielt für einen harmlosen Körpereinsatz seine fünfte gelbe Karte.
Die Hoffnung auf Besserung nach der Pause erfüllte sich nicht - im Gegenteil: Es wurde noch schlechter. Kein Kampf, keine Emotionen und vor allem keine klaren Spielzüge. Es war ruhig auf dem Platz - hätte nicht der Schiedsrichter dauernd gepfiffen, hätte man die Vögel zwitschern hören können. Als der Gubener Ralf Prüfer in der 58. Minute für sein zweites Foul die Ampelkarte erhielt, war Briesen in Überzahl. Doch auch das brachte nichts. Jegliche spielerische Intelligenz und jeglicher Tordrang fehlten. Erwähnungswert nur noch, dass Briesens Tobias Robel für ein sauberes Tackling ebenfalls Gelb-Rot sah.