Christine Wendt, Leiterin der Fürstenwalder Sonnengrundschule, kann einige Beispiele nennen, in denen ihr Medien-Nutzung ihrer Schützlinge Sorgen machte. Um mehr aufzuklären, bewarb sich die Schule vor zwei Jahren um einen extern organisierten Medientag. Am Mittwoch war es so weit: Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg veranstaltete einen Aktionstag. Schüler der fünften und sechsten Klassen lösten Aufgaben, bereiteten Stationen vor und zeigten sie am Nachmittag ihren Eltern.
Kimberly, Pascal, Max und Daniel tippen auf zwei Tablets auf ihrem Tisch. Aus ihren Kopfhörern dringt Musik. Töne und Rhythmus steuern sie selbst. Entsprechende Apps gibt es im Internet. Vier davon sollen die Schüler testen. "Voll geil!", ruft Kimberly begeistert. "Wir haben vorher Kriterien entwickelt, um die Apps zu testen", erklärt sie. Medienpädagogen Bastian Bielig hilft den Schülern. Für ihn sind die Apps ein "niedrigschwelliger Zugang zu klassischer Musik".
Einen Raum weiter programmieren Matilda, Luca, Amilie und Emily einen Roboter so, dass er einen Parcours entlangfährt. "Der Tag gefällt mir, weil man Sachen dazulernt", sagt Matilda. Die vier bestehen darauf, die Hofpause durchzuarbeiten. Ein anderes Team knetet Figuren, mit denen es später einen Film dreht.
Natürlich spielen auch die Gefahren neuer Medien eine Rolle. "Viele Eltern wollen wissen, wie sie Handys sicher gestalten können", weiß Medienpädagoge Michael Lange vom Verein Metaversa. In Fürstenwalde, so sein Eindruck, wüssten zumindest Schüler sehr gut Bescheid.
Fünf bis zehn dieser kostenlosen Medientage biete die Medienanstalt Berlin-Brandenburg pro Jahr an. Nächste Woche hat die Hangelsberger Montessori-Schule das Team zu Gast.