Auf einer der 71 Parzellen der versteckt gelegenen Anlage in Bad Saarow-Strand sollen die Kinder künftig lernen, wo das Gemüse herkommt, wie sich die Vorsitzende des Kleingartenvereins, Barbara Volk, ausdrückt. Initiator der Aktion war Kleingärtner Marko Geismar, der über seine Tochter auch mit Erfolg den Kontakt zur Schule knüpfte. „Die Kinder sollen bei uns auch sehen, dass es viel Arbeit ist, zum Beispiel, eine Gurke zu ziehen – und dass man Lebensmittel nicht einfach weg wirft“, sagt er.
Auf der Parzelle, die zuvor brach lag, haben etwa 25 Kleingärtner am vergangenen Wochenende unter anderem eine Blumenwiese angelegt und neun Hochbeete gebaut. Dort können die Kinder künftig helfen, Gemüse großzuziehen. Die Kleingärtner dachten beim Bau auch an Details: Damit Erst- bis Viertklässler gleichermaßen gut mitmachen können, haben die Beete unterschiedliche Höhen.
Schulleiter Jens-Folke Andres zeigt sich erfreut über das Angebot des Vereins, der künftig am liebsten jeden Freitag eine Schulklasse begrüßen würde. Dass sich dies umsetzen lässt, bezweifelt Andres indes. „Dafür liegt der Kleingartenverein zu weit von der Schule entfernt“, sagt er. An Wander- oder Projekttagen könne er sich derartige Ausflüge aber gut vorstellen. Die Schule unterhält schon seit langem den „Märkischen Garten“ am Neu Golmer Weg, einen Naturgarten mit Lehrpfad. Er hat den Vorteil größerer Nähe zum Schulstandort in der Pieskower Straße.(bs)