Kurz nachdem es wegen eines Corona-Ausbruchs in den Schlagzeilen war, hat das Helios-Klinikum Bad Saarow in anderem Zusammenhang eine Auszeichnung erhalten. Nach eigenen Angaben wurde es zum wiederholten Mal als Regionales Traumazentrum innerhalb des Trauma-Netzwerks Brandenburg Süd-Ost zertifiziert.
Das Haus erfüllt damit die Anforderungen zur Behandlung von Schwerverletzten nach den Kriterien der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. Die Auszeichnung bescheinigt dem Klinikum eine hohe Expertise und standardisierte Abläufe bei der Behandlung schwerverletzter Unfallpatienten.

Aufnahme Schwerverletzter rund um die Uhr

Das Überleben von schwer- oder mehrfach verletzten Patienten hänge von einer schnellen und qualifizierten Versorgung ab, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung. Aus diesem Grund würden Traumazentren eingerichtet, die für schwer- und mehrfach verletzte Patienten rund um die Uhr zur Verfügung stehen.
Die Anforderungen an ein Traumazentrum stelle das Helios-Klinikum bereits seit Jahren sicher, es erfülle damit alle fachlichen, personellen, strukturellen und organisatorischen Kriterien. Dazu zählten zum Beispiel die garantierte Aufnahme von Schwerverletzten rund um die Uhr, festgelegte standardisierte Behandlungsabläufe, die ärztliche Qualifizierung durch spezielle Ausbildungsprogramme und das Sicherstellen von zuverlässigen Kommunikationswegen zwischen den Rettungsdiensten und dem Klinikum.
Seit August 2011 ist das Bad Saarower Klinikum den Angaben zufolge als Regionales Traumazentrum im Trauma-Netzwerk Brandenburg Süd-Ost eingestuft. Die aktuelle Rezertifizierung gelte bis August 2023.

Interdisziplinäres Ärzteteam arbeitet zusammen

„Unser interdisziplinäres Kompetenz-Team ist langjährig erfahren und aufeinander eingespielt. Nur so können wir schnell und fachgerecht schwer- und mehrfach verletzten Patientinnen und Patienten helfen und unserer Rolle als wichtiger Notfallversorger der Region gerecht werden.“, sagt der Ärztliche Direktor und Leiter des Traumazentrums, Dr. Jens Osel. „Die Rezertifizierung bestätigt unserem Team eine gute Arbeit, und darüber freuen wir uns sehr.“
Bei der Schwerverletztenversorgung arbeite in Bad Saarow ein interdisziplinäres Ärzteteam aus Notfallmedizinern, Unfallchirurgen, Allgemeinchirurgen, Neurochirurgen, Intensivmedizinern, Radiologen und speziell geschulten Pflege- sowie Rettungskräften Hand in Hand zusammen. Neben der Rettungswache der Landesrettungsdienst GmbH ist am Klinikstandort auch der Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung stationiert.

Übernahme von Patienten aus der Umgebung

Für die Behandlung Verletzter ist die Zentrale Notaufnahme des Bad Saarower Klinikums mit modernen Überwachungsplätzen nach dem „Emergency Room“-Konzept und einem Schockraum ausgestattet. Zwei OP-Teams und das Team der Intensivmedizin stehen rund um die Uhr in Bereitschaft.
Als regionales Traumazentrum hat sich das Helios-Klinikum Bad Saarow verpflichtet, stets zwei Verletzte gleichzeitig behandeln zu können. Bei Unfällen ist es zur Aufnahme und zur Erstbehandlung verpflichtet. Weiterhin obliegt es dem Klinikum als Regionales Traumazentrum, schwere Verletzungen aus kleineren Krankenhäusern ohne Unfall-Spezialisierung zu übernehmen und die Behandlung auszuführen.