Sie öffneten mit Gewalt einen Kassenautomaten, entnahmen die Geldkassette und flüchteten in einem schwarzen Mercedes AMC Richtung B1 – die Shell-Tankstelle an der Hegelstraße in Fürstenwalde ist am Montag erneut das Ziel von Einbrechern gewesen. Um 2.35 Uhr drangen sie laut Polizei in den Shop ein. Die Station war zu diesem Zeitpunkt geschlossen.
„Trotz mehrfach ausgelegter Stopp-Sticks, dem Einsatz eines Hubschraubers und mehrerer Funkstreifenwagen konnten die vier Täter entkommen“, teilte die Polizei am Dienstag mit. Rund 30 Minuten vor dem Einbruch hatten die Unbekannten die Kennzeichen von einem VW in Müncheberg gestohlen und sie an ihr Fluchtfahrzeug angebracht. Die Ermittlungen zu besonders schwerem Diebstahl laufen.

Aus dem Krankenhaus ins Gefängnis

In einem anderen Fall, der im März für Aufsehen gesorgt hatte, sind die Ermittler ein Stück weiter – auch damals war die Tankstelle in der Hegelstraße Ziel von Einbrechern. Am Montag dieser Woche hat das Amtsgericht Fürstenwalde einen Tatbeteiligten zu zwei Jahren und drei Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Auch wenn das Urteil noch nicht rechtskräftig sei, bleibe der Mann in Haft, sagte eine Mitarbeiterin des Gerichts. Ihn zu ergreifen war damals recht einfach: Er lag schwer verletzt auf der L38 zwischen Fürstenwalde und Hangelsberg. Ob er am frühen Morgen des 13. März aus dem Fluchtfahrzeug sprang oder gestoßen wurde, blieb damals offen. Auf jeden Fall stoppte er die Polizisten, die das Fahrzeug verfolgten. Er kam erst in ein Krankenhaus und von dort in Untersuchungshaft.