Etliche Einwohner von Wilmersdorf nutzten die Sitzung der Gemeindevertretung Briesen jüngst, um im Wilmersdorfer Gemeindesaal über die Zustände im Dorf kritische Fragen zu stellen. Kurz zuvor hatte Amtsdirektorin Marlen Rost verkündet, man habe die Ortsbegehung mit dem Ortsbeirat und Fachbereichsleitern der Verwaltung gemacht. So wie in anderen Dörfern, wo man sich anschauen wolle, „wo der Schuh drückt“, um entsprechende Maßnahmen mit in die Haushaltsplanung aufzunehmen. Die Auswertung soll in der Verwaltung am 11. Juli stattfinden, die noch fehlenden Dörfer bald besucht werden.
Dass in Wilmersdorf viel Handlungsbedarf sei, betonten etliche Wilmersdorfer in der Einwohnerfragestunde der Sitzung. Von maroden Straßenabschnitten wie in der Frankfurter Straße war die Rede, auch von Stolperfallen auf etlichen Bürgersteigen. Die Rosenhecke müsse mal geschnitten werden. Auch forderten die Anwohner ein Tempo-Limit für den Sandweg vor dem Dorfgemeinschaftshaus, da man hier wegen des Staubes durch vorbeifahrende Autos kein Fenster mehr öffnen geschweige denn Wäsche im Garten trocknen könne.
Auch würden am idyllischen Dorfteich etliche Sitzbänke fehlen. „Eigentlich haben wir hier zwölf, aktuell aber nur vier bis fünf “, fügte Norbert Tietz als Anwohner und Mitglied des Ortsbeirats an. Seines Wissens nach sollten die Bänke zum Streichen nach Alt Madlitz ins Gemeindedepot gebracht worden sein.
„Wir kümmern uns, denn spätestens zum Dorffest am 14. Juli müssen sie wieder hier stehen“, kam daraufhin vom Ortsvorsteher und Gemeinderatsmitglied Jörg Bredow. Er berichtete auf Nachfrage auch noch, dass das sogenannte Vierstubenhaus an der Kreuzung in Richtung Falkenberg verkauft werde und die Gemeinde ab Herbst im Wilmersdorfer Stübchen zwei Wohnungen ausbauen lässt, was bis nächstes Jahr dauern wird.