Zu diesem Zweck wurden an der Böschung fünf Meter lange Pfähle aus Lärchenholz in den Boden getrieben, anschließend auf einer Länge von acht Metern Wasserbausteine, Natursteine und Betonplatten eingebracht.
Wie WLV-Geschäftsführer Thorsten Weidner sagt, hat die Trockenheit 2018 die Unterhaltung der Gewässer II. Ordnung – immerhin rund 600 Kilometer Gräben –, für die der Verband zuständig ist, erleichtert. „Für die Landwirtschaft und das Ökosystem an sich war sie allerdings sehr problematisch.“ Die Pflege habe diesmal vorbeugenden Charakter gehabt, denn keiner könne absehen, welchen Umfang die Niederschläge im Winter haben werden.
Weidner hebt zudem das Engagement von immer mehr Landwirten hervor, die entlang der Gräben einen etwa fünf Meter breiten Streifen von der Bewirtschaftung ausnehmen. Das sei ökologisch zu begrüßen, weil dort dann kein Dünger aufgebracht wird. Außerdem könne der Verband jederzeit die Gewässer erreichen, ohne den Feldstreifen zu zerfahren.
Die Trockenheit hat sich auch auf die Pflege der Spree ausgewirkt, die der WLV im Auftrag des  Landesumweltamtes ausführt. Wegen des Niedrigwassers sei die Sohlekrautung 2018 lediglich ein- statt üblicherweise zweimal erfolgt. Darüber hinaus wurde der kontinuierliche Abbau von Engstellen im Flusslauf fortgesetzt  – gegenüber der Neuen Spreestraße in Hangelsberg sowie in Höhe der Autobahnbrücke zwischen Burig und Steinfurt, wo dafür sogar ein Schwimmbagger im Einsatz war. Gibt es 2019 wieder Geld vom Land für solche Projekte, wären Engstellen in Steinfurt und am Wulkower Bogen an der Reihe.
Außerdem hat der WLV in Hangelsberg einen Kanuanleger, eine Treppe zum Spreeufer hin sowie einen Prallschutz gebaut und war mit Förderprojekten befasst. Zu ihnen gehören Rückbaumaßnahmen am Charlottenburger Graben in Steinhöfel, die 2019 und 2020 fortgeführt werden. In Zusammenarbeit mit dem Fürstenwalder Stadtforst soll in das Naturschutzgebiet Beerenbusch Wasser eingeleitet werden.