Bis zum 7. April haben Interressierte dort die Möglichkeit, das Wachsen des Bürgerprotestes seit der ersten Neutrebbiner Mahnwache im Dezember 2009 nachzuvollziehen. Die Fotodokumentation von Ingrid Koppenhagen ist nicht chronologisch, sondern thematisch geordnet. Da geht es um das Ausharren auf dem Letschiner Markt zu jeder Witterung, um die zahlreichen Bürger, die sich - viele zum ersten Mal in ihrem Leben, mit einem Mikro an die Öffentlichkeit wandten. Die Politiker werden gezeigt: Bundestagsabgeordnete wie Dagmar Enkelmann und Hans-Georg von der Marwitz, Landtagsabgeordnete und Bürgermeister. Gezeigt werden die vielen Bündnispartner, die Auftritte in anderen betroffenen Orten wie Beeskow, in der Lausitz und anderswo. Baumpflanzaktionen werden dokumentiert, das Musikfestival Air Fresh in Ortwig, und immer wieder die Menschen, die sich nicht einschüchtern lassen.
Ausgestellt werden witzige und originelle Plakate, die Alter-Hut-Aktion, Mach-dich-vom-Acker Vattenfall und vieles mehr. Schülern wird diese Ausstellung viel Diskussionstoff für den Politikunterricht geben.
Zur Mahnwache bat Pfarrer Frank Schneider um eine Schweigeminute für den im Juli verstorbenen Liedermacher Reinhart Rochlitz aus Sternebeck. Seine Lieder wurden gespielt, mit denen der 70-Jährige stets ermutigt hatte. Die CO2-Lagerungs-Gegner erklärten, nicht aufgeben zu wollen. In Letschin ist jetzt an jedem ersten Sonntag im Quartal Mahnwache, in Neutrebbin an jedem ersten Sonntag im Monat.