Auf dem Schulhof der Grünheider Grundschule parken Autos. In den Ferien kein ungewöhnlicher Anblick. Handwerker wollen kurze Wege haben, um sich mit Material und Werkzeugen zu versorgen. Den Hut für die derzeit laufenden Instandhaltungsarbeiten hat Wolfgang Baier auf. „Der Erweiterungsbau ist jetzt sieben Jahre alt, die Sanierung des Altbaus liegt fünf Jahre zurück. Da müssen wir aufpassen, dass es keinen Stau bei den notwendigen Reparauren gibt“, sagt der Hennickendorfer Architekt. Schließlich sollen diese in der Regel in den Ferien erledigt werden und die Kosten sich nicht anhäufen.
Im jüngeren Gebäude wird im ersten Obergeschoss der Flur gemalert  – allerdings lediglich der abwaschbare Sockel, der vom Fußboden bis in eine Höhe von 1,54 Metern reicht. „Das Farbkonzept bleibt erhalten“, sagt Baier. Er verweist auf die bereits renovierten fünf Klassenräume im Geschoss darüber, bei denen es ebenso gehandhabt wurde.
Außerdem sind derzeit Fußbodenleger aus Reichenwalde vor Ort. Sie haben aus drei Klassen- und einem Hortraum den Teppichfußboden entfernt. „Das hat sich dann doch nicht als passendes Material erwiesen“, räumt Baier ein. Mike Hakuß und Erik Möckel hatten zwei Wochen zu tun, um den alten Belag herauszureißen, den Boden zu verspachteln und das neue grüne Linoleum – ein strapazierfähiger und besonderen Auflagen des Brandschutzes unterliegender Spezialbelag – in Bahnen auf den Estrich zu kleben. Zum Abschluss werden sie alles noch versiegeln.
Dass nach fünf beziehungsweise sieben Jahren Abnutzungserscheinungen auftreten, die solche Renovierungsarbeiten notwendig machen, sei nichts Ungewöhnliches, sagt der Architekt. Manche Dinge sind allerdings auch dem ungestümen Verhalten der Kinder zuzuschreiben. So hat der Raum der Jungentoilette im Foyer offenbar als Ballspielkäfig fungiert, Abdrücke des Spielgerätes zierten die Decke, so dass diese ebenfalls frische Farbe bekam.
Und dann sind da noch die fast 50 Kanten an Türfaschen, Wandvorsprüngen und Trägern, die offenbar zu wenig stoßsicher sind. Sie alle wurden durch häufiges Anecken beschädigt. An Stellen in Trockenbauweise ist zudem der Gips über den Ecken abgebröckelt, sind die Aluschienen darunter sichtbar und zum Teil gebrochen. All diese Stellen sollen nun mit Edelstahlschienen verblendet werden, als Schutz vor neuerlichen Abbrüchen.
Neben all den Schönheitskuren wartet aber auch noch ein spezielles Bonbon auf die Kinder. Die Setzstufen der Treppen, die im Erweiterungsbau vom  Foyer aus in die oberen Etagen mit den Klassenräumen führen, werden mit einer bunten Folie beklebt, auf der sich Malfolgen befinden. „Es ist ein erster Versuch, wie es ankommt“, verrät Baier. „Die anderen drei Treppenhäuser könnten mit Vokabeln in Deutsch und Englisch bestückt werden“, nennt er ein weiteres Beispiel. Das alles soll bis zum Schulbeginn am 20. August fertig sein. Für das ganze Paket der Renovierung hat Grünheide laut Bauamtsmitarbeiter Heinrich Holderbein 50 000 Euro eingeplant.(bei)