Mable verlor im Wald bei Neubrück durch eine Schlagfalle eine Pfote. Die Katze irrte umher und wurde schließlich halb verhungert und verletzt ins Fürstenwalder Tierheim gebracht. Dort wurde der Stumpf, der sich immer wieder infizierte, versorgt. Eine Amputation des gesamten Beines war unerlässlich. Nach einem Spendenaufruf vom Amt Rietz-Neuendorf kamen 860 Euro für die Operation zusammen. Alles ging gut, und die Tierheimmitarbeiter konnten für die genesende Dreibeinkatze ein neues Zuhause suchen.
Seit dem 28. November lebt Mable nun bei Gabriele Zerbe und Tochter Joulina. "Im Tierheim hat sie gleich unser Herz gerührt, die Chemie hat gestimmt", erzählt Gabriele Zerbe, für die das fehlende Bein kein Problem ist.  Für Mutter und Tochter war von Anfang an klar, dass sie einem älteren Bewohner aus dem Tierheim einen schönen Lebensabend bieten wollen. "Mable fühlt sich bei uns wohl und springt durch die Wohnung als wenn sie noch alle vier Beine hätte", so die 54-Jährige, die nicht nur in der Adventszeit mit dem Tierheim in Kontakt bleiben möchte. Auch im Spreenhagener Katzenland engagiert sich Gabriele Zerbe.
Auch der älteste und sehr scheue Kater des Tierheims hatte Glück. Er wurde von Frau Zepter, die in Fürstenwalde-Süd wohnt, nach Hause geholt. "Die ältere Dame hat ein Händchen für schwierige Tiere", sagt Vizechefin Christine Matzke. Schon nach zwei Tagen hat sich Willi vom neuen Frauchen streicheln lassen. Eine Gassigänger-Patin hat der 13-jährige Hund, der von seinem Besitzer vernachlässigt wurde, gefunden. Für den Schäferhund Odin gibt es auch schon einen Interessenten aus Rauen.
Täglich treffen Spenden ein
Ansonsten füllt sich das Weihnachtszimmer mit Spenden. Fast täglich kommen Futter, Spielzeug, Decken und Waschpulver. "Viele Tierfreunde wollen anonym bleiben" , erzählt Christine Matzke. Auf der Facebookseite vom Tierheim gibt es eine Wunschliste von den dringend Benötigten. "Man kann online bestellen und das Paket wird zu uns geliefert", so Matzke. Das sei für viele eine einfache und unkomplizierte, zeitsparende Hilfe.
Das erste Paket kam von Familie Löhmann aus Fürstenwalde, die immer zu Weihnachten an die Tierheimpfleglinge denkt. Auch Denise Grundmann und Mathias Roesler haben praktischerweise dieses Angebot genutzt und so ihr hochwertiges Hundefutter auf den Weg gebracht. Es stehen auch Spendenboxen bei Kaufland Süd in Fürstenwalde und im Einkaufsmarkt in Hangelsberg. Das gemeinnützige Kommunikationszentrum kann als Träger des Tierheims an der Berkenbrücker Chaussee auch Spendenbescheinigungen ausstellen.
Die MOZ sucht wieder in der Adventszeit Menschen, die das Fürstenwalder Tierheim unterstützen wollen. In loser Folge werden Bewohner und ihre Bedürfnisse vorgestellt. Wer ihnen einen Wunsch erfüllen möchte oder etwas anderes spenden möchte, kann sich von 11 bis 17 Uhr unter Tel. 03361 590350 oder fuerstenwalde-red@moz.de melden.