Zwei auf dem Grundstück befindliche Tanks, zu einem Viertel mit einem Öl-Wasser-Gemisch befüllt und gegen Witterungseinflüsse gesichert, sollten durch den Eigentümer Bodo Grabs schon Anfang des Jahres entsorgt werden. Das sei bis heute nicht geschehen.
"Herr Grabs hat glaubwürdig investitionsvorbereitende Maßnahmen aufgezeigt, die uns dazu bewegt haben, ihm Zeit einzuräumen", sagt Christian Stauch, Referent des Landrats.  Im Zuge der Baufeldfreimachung würden Müll und Tanks ohnehin entsorgt werden. "Sollte zu viel Zeit verstreichen, würde die Ordnungsbehörde aktiv werden", ergänzt Stauch.
Umweltschützer und Bündnis 90/Die Grünen sehen dringend Handlungsbedarf. Untersuchungen von Boden und Grundwasser seien vor allem am Standort des Trafohauses auf dem Nachbargrundstück erforderlich, meint Jens-Olaf Zänker, der für die Grünen in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. Das zuständige Landesamt für Umwelt (LfU) sieht dazu keinen Anlass.
"Laut Aussage des ehemaligen Betreibers wurden im Zuge des Insolvenzverfahrens die Transformatoren ausgebaut und das darin enthaltene Öl durch den damaligen Energieversorger entsorgt", heißt es in einer Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage des Abgeordneten Benjamin Raschke (Grüne) vom August. Entsprechende Belege lägen dem LfU jedoch nicht vor. Bei Kontrollen, heißt es weiter, war kein Austritt von Flüssigkeiten erkennbar, deshalb seien auch keine Untersuchungen von Boden und Grundwasser veranlasst worden.