Angereist waren 120 Teilnehmer bereits am Freitagabend. Mit dabei war eine Gruppe von Hobbyschraubern aus Burig bei Neu Zittau, die nicht nur ihre Traktoren mitbrachten, sondern gleich die Wohnwagen und sogar ein Dorfschild. Burig war nun ein Teil von Demnitz. Die Nachbarn hatten drei Fahrzeuge per Achse herangefahren, weitere vier auf Hängern. "Wir sind sonst immer nach Philadelphia gefahren, aber die Veranstaltung gibt's ja nun nicht mehr. Gerade waren wir auch bei einem Oldtimertreffen in Thüringen und sind nun das erste Mal in Demnitz und ganz begeistert", erklärte Jens Liehr. "Das ist hier klein, gemütlich, wunderbar", fügte sein Kumpel Mirko Noack an.
Während die Aussteller im Park mit anderen Oldtimerfreunden fachsimpelten, war inmitten von Demnitz zur frühen Mittagszeit kein Durchkommen mehr. Von allen Seiten drängten die Fans mit ihren alten Fahrzeugen ins Dorf, dazu parkten die Zuschauer nicht nur auf der ausgewiesenen Wiese, sondern in allen Seitenstraßen und sogar noch in Richtung Berkenbrück.
Alles strömte zum Schloss, wo sich als Auftakt mehr als 120 Fahrzeuge schließlich an der Ausfahrt nach Steinhöfel und zurück beteiligten, darunter viele Traktoren - teils gesteuert von Frauen in Dirndl-Trachten -, aber auch viele alte Trabis, Wartburgs, Motorräder und weitere Landtechnik. Von vielen Anhängern wurde gewunken - und die Zuschauer winkten zurück. "Meine Nichte und mein Enkel sind auch mit unterwegs, der Umzug war wieder sehr schön", sagte Sabine Geithe am Gartenzaun.
Auf dem Schlossplatz drängten sich indes die Besucher beim Trödel- und Teilemarkt. Seine 350er Jawa-Motorrad, Baujahr 1955, stellte Gerd-Jürgen Witzke aus Fürstenwalde aus. "Ich bin das 11. Mal dabei, das Treffen hat sich toll entwickelt", sagte er. In der Luft hing der Duft von Zweitaktgemisch und Diesel, auch dröhnten die Motoren alter Ami-Schlitten. Dirk Götze aus Fürstenwalde fuhr mit einem kleinen Gogomobil vor, sein Vater Wolfram mit einem Ford.
Massenschieben herrschte an der Gaststätten-Ausschank bei Rouladen, Schnitzel und auf dem Platz an der Gulaschkanone. Gekommen waren auch wieder viele Vereine aus Fürstenwalde, Alt Golm, Berlin und MOL. Bernd Holzner aus Beeskow zeigte erstmals seinen Trabi 600, Baujahr 1962. "Wahnsinn, was hier los ist." Er erhielt zur Mittagszeit die Teilnehmerzahl 410 - und es kamen immer noch mehr.