Bereits am Vormittag standen die Oldtimer dicht an dicht auf dem weitläufigen Areal und wurden von technikbegeisterten Besuchern bewundert. "Als wir morgens aufgeschlossen haben, war der Platz fast leer. Wir haben vorher nur ein bisschen Werbung gemacht und die Aussteller sind dann alle spontan gekommen", erklärte André Campagnini vom Oldtimerclub "Die Legende".
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Obwohl das Treffen nur alle zwei Jahre stattfindet, hat es sich längst über die Grenzen der Region hinaus herumgesprochen. Die Aussteller und Besucher waren nicht nur aus Fürstenwalde, sondern auch aus den benachbarten Landkreisen, Cottbus, Berlin und Werder angereist, um "schöne Benzingespräche zu führen", wie es André Campagnini nennt, sich das Fahrzeugmuseum anzusehen oder einfach auf dem Teilemarkt nach Schnäppchen zu stöbern. "Der Markt hier ist eine wahre Goldgrube", bestätigte auch Eckehard Güths. "Die alte Technik ist toll, weil man noch selbst was dran machen kann", so der Rauener.
Während vor allem Männer sämtliche DDR-Traktoren und andere Landmaschinen von allen Seiten begutachteten und bei röhrendem Motor zu fünft die Köpfe unter die Motorhaube steckten, zogen bestimmte Oldtimer auch die Blicke der Frauen auf sich. Dazu gehörte vor allem der schwarz glänzende Ford A von Hans und Susanne Freiling aus Storkow. "Das Auto ist Baujahr 1930 und stammt aus den USA. Wir haben es entdeckt, als wir dort bei Freunden zu Besuch waren", verriet Hans Freiling.
Nicht weniger auffällig: die knallblaue Sonderkarosserie DKW F 8, Baujahr 1938, von André Campagnini. "Ich habe das Auto in den 80er-Jahren einem alten Herrn abgekauft und selbst restauriert. Es ist gerade erst fertig geworden", sagte der Oldtimer-Experte.