"Das war ein fataler Wirkungstreffer. Denny ist sehr stark und selbstbewusst. Wir werden zusammen noch weitere gute Kämpfe haben", sagte Dieter Donath. Der 70-Jährige Berliner trainiert seit rund eineinhalb den Fürstenwalder – zusammen mit Ralf Riemer, dem Chef der Ahuuu Box-Promotion, der in der Hangelsberger Müggelspreehalle am Sonnabend seine vierte Profi-Veranstaltung organisierte.
Lehmann selbst, der zuvor einen Cut am rechten Auge hatte hinnehmen müssen, erklärte: "Ich bin topfit, musste mich aber zwei Tage vor dem Kampf auf einen anderen Gegner einstellen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich schon in der ersten Runde meinen Titel verteidigen kann." Der ungarische Verband hatte den eigentlichen Gegner Laszlo Fekete, ebenfalls Rechtsausleger, zurückgezogen und den Normalausleger Laska nach Hangelsberg geschickt.
Weitere Planung offen
Wie es jetzt weitergeht, darüber wollen Lehmann, der den 17. Sieg feierte, und sein Team später entscheiden. "Erst mal wirken lassen und dann mit Dieter und Ralf bereden, was wir machen", sagte der 31-Jährige. Angedacht ist eine weitere Box-Nacht in Hangelsberg im März/April 2020. Ob es vorher zu einer weiteren Titelverteidigung kommt, ist offen.
Einen Sieg gab es auch für einen weiteren Lokalmatadoren. Der Fürstenwalder Nick Klappert bezwang in einem Aufbaukampf über sechs Runden den Berliner Mazen Gierke einstimmig nach Punkten. "Das war ein gutes Training für mich gegen einen erfahrenen und schwer zu boxenden Kontrahenten", erklärte der 36-Jährige. "Ich bin nicht ganz zufrieden mit meiner Leistung, wollte aber vor meinem bevorstehenden Titelkampf kein Risiko einer Verletzung eingehen."
Am 9. November in Hamburg
"Nick hat besonnen und mit Übersicht gekämpft", lobte Vater, Trainer und Manager Hartmut Klappert. "Das wird am 9. November bei Universum in Hamburg ein schwieriger Kampf um den Intercontinental-Titel der IBO gegen einen starken Gegner. Ab Dienstag werden wir jeden Tag dafür trainieren."
In Hangelsberg gab es vor rund 750 Zuschauern weitere Weltmeisterschafts-Kämpfe. So setzte sich der Georgier Otari Gogobershvilli bei der GBC-Junioren-WM im Mittelgewicht gegen den Berliner Jihad Nasif durch. Im Superweltergewicht gewann Rodi Kasem (Berlin) gegen den Ungarn Zsoltan Szabo.