Sechs öffentliche Toiletten gab es in Bad Saarow. Jetzt sind es noch fünf. Im April hat das Amt die Toilette auf der Bahnhofsrückseite für die Öffentlichkeit sperren lassen. "Waschbecken waren abgerissen worden, Klo-Rollen wurden in die Toiletten gestopft und Schaumküsse an den Wänden breit geschmiert, dass wir renovieren mussten", beschreibt Krappmann das Ausmaß der Verwüstung. Sein früherer Antrag auf eine Überwachungskamera wurde abgelehnt. Auch die Deutsche Bahn konnte nicht weiterhelfen. "Die dürfen ihre Kameras nur auf die Bahnsteigkante richten", so Krappmann.
Mehrere tausend Euro kostete es, die Bahnhofs-Toilette immer wieder in einen vernünftigen Zustand zu versetzen. Die Zerstörungen ließen nicht nach. "Wir konnten es den Mitarbeitern des Bahnhofs und der Touristen-Information nicht mehr zumuten, sie zu benutzen", sagt Krappmann. Zudem finden auch Trauungen im Bahnhofsgebäude statt, deren Gästen man ein derartiges Bild ersparen wolle. In zumutbarer Entfernung sei aber noch die Toilette im Parkhaus, auf die der Kiosk-Besitzer ein Auge habe, weil er den Schlüssel ausgeben müsse. Die öffentlichen Toiletten "Alte Eichen" und "Am Trift" seien von den Zerstörungen nicht betroffen.