Der Sommer ist schön und Erholungssuchende haben ein kleines Paradies für sich entdeckt: Das Spreeufer zwischen zwischen Fürstenwalde und Hangelsberg. Besonders beliebt: Ein kleiner Wasser-Wanderer-Rastplatz in Mönchwinkel an der Spree. Der ist gut besucht. Zelte stehen dort und Fahrzeuge auch mit auswärtigen Kennzeichen. Als der Zustrom von Campern, die auch im Wald ihre Zelte aufschlugen, Lagerfeuer entzündeten und teilweise bis weit in die Nacht laute Musik hörten, zu stark geworden war, sind freitags und sonnabends Sicherheitskräfte vor Ort. Sie halten Autofahrer davon ab, die Straße zuzuparken, in den Wald zu fahren und dort ihre Zelte aufzuschlagen.
So könnte das Bier auch in Fürstenwalde vom Band rollen. (Symbolbild)
So könnte das Bier auch in Fürstenwalde vom Band rollen. (Symbolbild)
© Foto: dpa

Illegale Mülldeponie in Fürstenwalde?

„Wir wollen niemanden vertreiben“, betont Claudia Winkel, die zusammen mit ihrem Mann die Krönichen Familienbrauerei Winkel in Erkner betreibt und in der Ehrenfried-Jopp-Straße 17 in Fürstenwalde investieren will. Die Unternehmer planen, das Gelände entlang der Bahnschienen kaufen, um dort eine Brauerei zu errichten, inklusive Biergarten und Restaurant. „Die Mieter“, so sagt Winkel, „dürfen gerne in Ruhe bis zum Schluss bleiben“.
Reiner Zufall führte am Dienstagmittag, 13. Juli, zur Entdeckung der illegalen Deponie in Fürstenwalde. Doch was Polizei und Ordnungsamt dort vorfanden, sorgte für einiges an Überraschung. Denn Müllberge oder Schutthaufen waren nicht zu finden. Die Täter hatten alles ordentlich planiert. Wohl mit dem Ziel, schnellstmöglich Gras über die Sache wachsen zu lassen. Wenige Wochen später wäre wohl nichts mehr zu sehen gewesen.

Pläne für alte Wollfabrik überraschen

Bis ans Ufer der Spree zieht sich das rund 3,5 Hektar große Gelände, auf dem noch immer die roten Backsteingebäude der alten Wollfabrik von Fürstenwalde stehen. Satellitenbilder zeigen eine große, grüne Fläche, aus der nur noch ein hoher Schornstein ragt. Die Umrisse von Weberei, Zwirnerei, Färberei und all den anderen Häusern, die um 1900 entstanden, sind nur noch schemenhaft zu erkennen. Nun überraschen Pläne für die Entwicklung des Gebietes.
Straßenfront der alten Wollfabrik in der Uferstraße in Fürstenwalde.
Straßenfront der alten Wollfabrik in der Uferstraße in Fürstenwalde.
© Foto: Manja Wilde
Statt der Alarmsirenen ist bei der Feuerwehr in Fürstenwalde der Presslufthammer zu hören. Der Grund sind Sanierungsarbeiten in der Fahrzeughalle. 380 Quadratmeter alter Fliesen werden erneuert. Der neue Belag sei auf ein Gewicht von 18 Tonnen ausgelegt, das Maximum des alten lag bei 14.
Ärger in der Artur-Becker- und der Reinheimer Straße: Mieter der Wowi Fürstenwalde klagen, dass ihnen weniger Restmülltonnen zur Verfügung stehen. Die Restmülltonne müsse für 89 Wohnungen reichen, 64 in der Reinheimer und 25 in der Artur-Becker-Straße. Die Wowi antwortet, dass der Rhythmus zur Leerung der Tonnen erhöht und die Kapazitäten der Wertstofftonnen aufgestockt würden.
Zehn Tischlerlehrlinge haben im Alten Rathaus in Fürstenwalde ihre Gesellenstücke präsentiert: Schreibtische, kleine Schränkchen und eine Haustür. Die fünfköpfige Prüfungskommission befand alle Unikate alle für gut, nur einer ist durchgefallen, kann aber wiederholen. Nach der zweistündigen Begutachtung wurden die Gesellenstücke zur Besichtigung für Besucher freigegeben.
So wie im Garten Steinhöfel blüht und grünt es vielerorts in der Region.
So wie im Garten Steinhöfel blüht und grünt es vielerorts in der Region.
© Foto: MOZ
In Fürstenwalde gießt die Mehrheit der Leute mit Gartenschlauch und Rasensprenger – und das meist nach Feierabend. Ein Umstand, den Marlies Görsdorf, Technische Geschäftsführerin des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Fürstenwalde und Umland, nur zu gut kennt. Ihr bereitet der hohe Wasserverbrauch zunehmend Sorgen. Spitzenabgabe ist zwischen 18 und 20 Uhr. „Die maximale Tagesnetzabgabe ist in den letzten Jahren kontinuierlich angestiegen“, sagt sie. Das Wasserwerk Fürstenwalde hat in diesem Jahr einen neuen Rekordwert beim Tagesverbrauch verzeichnet.