Vier je 90 Tonnen schwere Kolosse werden sich in der nächsten Woche durch Fürstenwalde schlängeln. Die Firma Reuther STC hat die 26 Meter langen Behälter gefertigt und schickt sie per Schwerlasttransport und Schiff auf die Reise zum Industriepark Höchst in Frankfurt (Main). „So ein Transport ist selbst für unsere Verhältnisse gigantisch“, sagt Unternehmenssprecher Christian Klingelstein.

Pro Spezial-Lkw 40 Meter Länge

Mittels Spezial-Lkw sollen die Behälter am 28. und 29. Oktober, jeweils nach 22 Uhr, vom Werksgelände in der Fabrikstraße zum Hafen rollen. „Pro Lkw haben wir eine Länge von 40 Metern“, verdeutlicht Klingelstein. Mit solch langen Vehikeln durch die Straßen und über die Kreuzungen der Stadt zu kommen, sei eine logistische Herausforderung. „Viele Straßen müssen gesperrt, Schilder abgebaut und Ampeln weggedreht werden.“ Der einfachere Transport über die B168 ist nicht möglich, da die Kupferlake-Brücke zu flach ist. Das Problem ist lange bekannt – und darum haben die Stadtverordneten von Fürstenwalde im Sommer 2019 beschlossen, dass die Verwaltung prüfen solle, ob die Brücke abgerissen werden könne.

Rund neun Monate Herstellzeit, inklusive Konstruktion und Beschaffung

Bis nächste Woche wird das nichts – und darum müssen die Kolosse, von denen künftig jeder bis zu 250.000 Liter Chemikalien fassen soll, sich durch die Innenstadt schlängeln. Rund neun Monate habe Reuther STC für Konstruktion, Beschaffung und Herstellung der Behälter gebraucht, sagt Klingelstein. Mantel und Böden bestehen aus 3,8 beziehungsweise 4,5 Zentimeter dickem Stahl.