Das Cristin Claas Trio spielte in den vergangenen 15 Jahren mehr als 900 Konzerte (darunter Rundfunkkonzerte bei MDR, SR, Deutschlandradio und anderen), hatte außergewöhnliche Großprojekte mit Chören und Orchestern (Babelsberger Filmorchester, Staatskapelle Halle) und gastierte in ganz Deutschland und verschiedenen Ländern Europas. Nach sechs CDs wurde den Fans nun der Wunsch nach einem Live-Album erfüllt. Viele Stücke daraus bot das Trio auch am Freitag in der Kulturfabrik zum Abschluss ihrer Berlin-Brandenburg-Tour.
Die Band hätte wahrlich mehr als die nur 50 Besucher verdient gehabt. Cristin Claas' klare, sehr spezielle Stimme zog in den Bann. Ihre einzigartigen Songs voller Seelenpoesie interpretierte sie auf Englisch, Deutsch und selbst kreierter Fantasiesprache Claasisch. Mal zart und sehnsuchtsvoll, mal rockig und treibend, wurde es ein wunderbarer Abend. Mit Gitarrist Stephan Bormann und Pianist Christoph Reuter bot Christin Claas einen unverwechselbaren Sound, ob ruhig bei "Life goes on" oder fetzig bei "Back in time". Den Refrain des Album-Titels sang das Publikum gern mit. Das Besondere: Auch die Ansagen zwischen den Titeln wurden durchweg gesungen und von Musik begleitet.
"Sie hat so eine wunderbare Stimme", lobten etliche Gäste. Viele entdeckten das Trio neu, andere kannten es schon. "Wir haben viele der CDs, mögen die spezielle jazzige Art der Musik", sagten Sabine und Matthias Bogdan und erfreuten sich auch an der Zugabe "Sah ein Knab' ein Röslein steh'n", dem alten Volkslied. Etliche kauften CDs und kamen mit den Musikern ins Gespräch. Pianist Reuter kommt im Dezember erneut in die Kulturfabrik - solo mit Musik-Comedy.