Auf der April-Besprechung der Segelvereine des Reviers Fürstenwaldewar beschlossen worden, aus allennach Yardstick gesegelten Langstreckenregatten der Mitgliedsvereine einen Reviermeister zuküren. Voraussetzung: die Teilnahme an mindestens drei dieser Regatten. Yardstick bedeutet, dass die unterschiedlichen Bootstypen über einen Umrechnungsfaktor, der mit der gesegelten Zeit verrechnet wird, so angepasst werden, dass sie vergleichbar sind.
Allerdings scheint ein Fluch auf der Langstrecke des Saarower Segler-Vereins am Werl zu liegen, denn wie schon in vielen Jahren zuvor war auch am Sonnabend der Wind sehr schwach. Der Start wurde zweimal um je eine Stunde verschoben, schließlich schickte die Wettfahrtleitung alle Boote gleichzeitig auf den Kurs, um das laue Lüftchen im kurzen Windfenster zu nutzen und für alle Segler möglichst gleiche Bedingungen zu haben. Für die schnellsten acht der20 Boote hielt das Wetter denn auch gerade so durch – die anderen hatten leider wie in vergangenen Jahren Pech und mussten auf der vorletzten Bahn fast 20 Minuten langsam treiben, bis der Wind erneut den nötigenVortrieb gab, um wenigstens ins Ziel zu kommen. Der Kurs war ohnehin verkürzt worden, da klar war, dass unter diesen Bedingungen nicht über die ganze Länge des Scharmützelsee würde gesegelt werden können.
Gewertet wurde neben der Gesamtwertung klassisch in den Gruppen Jollen, Jollenkreuzer, schnelle Kielboote sowie zwei Klassen für die großen Kielboote getrennt nach Yardstick. Der Sieg ging an Frank Röder von derSG Scharmützelsee mit seiner Seggerling-Jolle, der damit erster Anwärter auf den Titel des Reviermeister ist. Platz 2 bei den Jollen belegten Theresa undBenjamin Schewe aus der Jugend des gastgebenden SSVaW aufihrer 420er. (jbi)
alle Ergebnisse: www.ssvaw.de